Kommunalwahl 2020: Martina Visser (Grüne) will Bürgermeisterin von Raubling werden

Martina Visser

Raubling wählt bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 einen neuen Bürgermeister. Für die Grünen tritt Martina Visser als Kandidatin an. Hier stellt sie ihre Ziele vor.

Raubling – „Eines der wichtigsten Ziele für Raubling wird die Umsetzung der ISEK (integratives Städteentwicklungs- Konzept) sein. Im Juni 2019 wurde das Ergebnis der Planungsbüros den Bürgerinnen und Bürgern präsentiert. Nun ist es an der Zeit, erste Schritte in der Umsetzung anzugehen. Einher geht dringend der Ausbau von Fahrradwegen in Verbindung mit einem zukunftsgerichteten ÖPNV. In der Mobilität müssen wir neu denken im Landkreis sowie in der Gemeinde Raubling. 29 Ortsteile müssen endlich vernünftig vernetzt werden.

Gerade zum Thema Verkehr möchte ich Pendler, Arbeitnehmer der großen ansässigen Firmen sowie Schüler und Studenten an einen Tisch holen, um gemeinsam neue Lösungen zu finden. Und genau das ist mein Thema, Politik braucht Experten, die bei wichtigen Themen gehört werden müssen. Wir brauchen gute Expertisen, um sinnvoll Projekte umsetzen zu können. So verstehe ich auch das Thema BrennerNordzulauf, das einen großen Einfluss auf die kommunale Diskussion hat.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. Hier finden Sie am Wahlabend das Ergebnis der Kommunalwahl in Raubling. +++

Wir müssen Bürgerinitiativen, Landwirte, Politiker und die Bahn an einen Tisch holen. Studien, die in Auftrag gegeben wurden, sind eine wichtige Basis, aufgrund derer entschieden werden muss. Gerade in der Zeit, wo Klimaschutz an erster Stelle steht, dürfen wir keine Großbaustelle für zehn bis 15 Jahre nach Raubling und in den Landkreis holen. Ich denke da an Stuttgart 21. Natürlich müssen die Güter auf die Schiene, aber das muss auch sinnvoll umgesetzt werden. Es gibt nicht nur die eine Lösung. Ein weiterer Schritt für den Klimaschutz, hin zu einer CO2-Neutralität, muss der Ausbau von Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden sein.

Hier kann ich mir neue Modelle vorstellen, die innovative Projekte besonders auszeichnen und fördern. Die Land- und Forstwirtschaft muss eingebunden werden, ein guter Naturschutz geht mit Artenschutz einher. Regional und saisonal ist die Antwort auf Nachhaltigkeit. All die Themen sind immer ganzheitlich zu betrachten, so wie auch die Gesundheit eines Menschen ganzheitlich betrachtet werden muss. Manchmal muss man neue Wege entwickeln, die bisher noch nicht gedacht wurden.“

Persönliches über Martina Visser

Alter: 57

Familienstand: verheiratet, zwei Söhne

Beruf: Gesundheitsmanagerin

Hobbys: Gitarre spielen, malen, in die Berge gehen.

Fragen an die Bürgermeisterkandidatin der Grünen in Raubling

Wo befindet sich Ihr Lieblingsplatz in Ihrer Gemeinde? Warum haben Sie gerade diesen Ort ausgewählt?

Visser: Mein Lieblingsplatz in der Gemeinde Raubling ist der Aussichtsturm in der Nicklheimer Fuizn. Hier kann ich auftanken, die Seele baumeln lassen und Natur atmen. Bei klarer Nacht kann man in der Fuizn einen märchenhaften Sternenhimmel beobachten.

Wenn Sie 24 Stunden Zeit hätten, in denen Ihnen alle Möglichkeiten offen stünden: Was würde Sie tun?

Visser: Wenn mir alle Möglichkeiten offenstehen, würde ich die Staatsstraße durch Raubling verlegen einen beruhigenden Innenplatz schaffen, viele neue Einzelhändler ansiedeln und eine Car-sharing Flotte und Leihräder anschaffen. Außerdem würde ich alle geeigneten Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausstatten und ein großes Bürgerfest feiern, da Raubling CO² neutral geworden ist.

Wenn Sie die Wahl gewinnen, was werden Sie als Erstes tun?

Visser: Als erstes würde ich mich bei allen Mitarbeitern im Rathaus vorstellen und einen großen runden Tisch einberufen. Die Experten sind bereites Vorort, ein kreativer Austausch ist mir wichtig.

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