Kommunalwahl 2020

Landratskandidaten im Kreis Rosenheim: Otto Lederer (CSU) über öffentlichen Nahverkehr

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Otto Lederer

Die Menschen im Landkreis Rosenheim sind am 15. März 2020 unter anderem aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Neun Kandidaten stehen zur Wahl. Für die CSU tritt Otto Lederer an. Bis kurz vor der Wahl befragen wir die Kandidaten zu verschiedenen Themen und ergänzen die Artikel immer wieder.

Otto Lederer über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Ich stehe für eine Verkehrspolitik, die eine Balance anstrebt zwischen dem unverzichtbaren Ausbau unserer Infrastruktur – zu dem ganz zentral der Ausbau des ÖPNV gehört – und dem berechtigten Wunsch unserer Bürger nach Schutz vor Lärm und Abgasen sowie der Bewahrung unserer Natur.

Mein Ziel ist es, mit einer sinnvollen und für alle Menschen attraktiven Kombination der verschiedenen Verkehrsmittel den Individualverkehr schrittweise zu reduzieren. Dafür brauchen wir eine solide ÖPNV-Grundversorgung im ganzen Landkreis, die sich am Schienenpersonennahverkehr orientiert und die unsere Städte und zentralen Orte miteinander verbindet. Die „letzte Meile“ kann dann durch individuelle Lösungen – wie IST-Mobil, Anruf-Sammel-Taxi oder Bürgerbus – zurückgelegt werden.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim. +++

Darüber hinaus setze ich mich technologieoffen für den Ausbau umweltfreundlicher, kostengünstiger Fortbewegungsmöglichkeiten ein. Neben einem besseren ÖPNV gehört dazu eine attraktivere Radinfrastruktur. Meine Vision ist, die Radwege landkreisweit zu vernetzen!

Das sagt Otto Lederer zum Thema Brenner-Nordzulauf

Die Planung zum Brenner-Nordzulauf ist eine große Herausforderung für unsere ganze Region. Im Zuge der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans wurde die vorhandene Infrastruktur geprüft und bewertet.

Die dabei 2019 erstellten Studien gehen davon aus, dass das Verkehrsaufkommen je nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren bis 2050 auf über 400 Züge täglich steigen soll.

Für mich ist klar: Falls ein Neubau zwingend notwendig ist, darf es keinesfalls die billigste, sondern nur die beste Variante für unsere Heimat geben! Überall, wo es geht, müssen die Gleise unter der Erde verschwinden, ähnlich wie in Tirol. Deshalb sehe ich bei allen bisherigen Trassenvorschlägen noch massiven Verbesserungsbedarf! Aufgrund des langen Planungsvorlaufs ist es unerlässlich, die Bestandsstrecke deutlich zu ertüchtigen. Dies betrifft nicht nur die Kapazitätserweiterung, sondern vor allem den Lärmschutz für die Bewohner der anliegenden Gemeinden von Kiefersfelden bis Tuntenhausen.

Hier fordere ich Lärmschutz auf Neubauniveau!

Steckbrief zum Landratskandidaten der CSU

Alter: 49 Jahre

Wohnort: Tuntenhausen

Familienstand: verheiratet, drei Kinder (zwei Töchter und ein Sohn)

Beruf: Mitglied des Landtags (seit 2013); davor: Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen; ursprünglich: Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik.

Hobbys: Bergwanderungen, gute Bücher und Musik.

Lebensmotto: „… das ganze Lebn besteht aus Nehmen und viel mehr Gebn“ (aus dem Lied „Großvater“ von STS).

Unsere Heimat, der Landkreis Rosenheim, gehört nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den erfolgreichsten und lebenswertesten Regionen in Deutschland: intakte Natur, attraktive Arbeitsplätze und eine einmalige Verbindung von Tradition und Moderne sorgen für seine enorm hohe Lebensqualität.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Ich kandidiere als Landrat, um all das – und vieles mehr! – zu erhalten und im Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern behutsam weiterzuentwickeln.

Greta Thunberg würde sich über Vieles, was wir im Kreis Rosenheim für den Umwelt- und Klimaschutz bewegen, sehr freuen!

Als Landrat würde ich als erstes Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen und mit ihnen gemeinsam das Landratsamt zu einem modernen, noch bürgerfreundlicheren Dienstleistungszentrum weiterentwickeln.

Der Klimawandel ist zwar ein globales Problem, dennoch müssen wir im Landkreis Rosenheim auch weiterhin – durch regionale Projekte und nachhaltige Maßnahmen – unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit Händen und Füßen würde ich mich als Landrat dagegen wehren, wenn Entscheidungen zum Nachteil der Menschen im Kreis Rosenheim getroffen würden.

Mein Lieblingsplatz ist jeder Berg und jeder See in unserer Heimat.

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