Kommunalwahl 2020

Landratswahl Rosenheim: Otto Lederer (CSU) will den Landkreis zur Bildungsregion machen

Otto Lederer

Die Kommunalwahl am 15. März rückt näher. Die OVB-Heimatzeitungen haben die Rosenheimer Landratskandidaten mit Themen wie Brenner-Basistunnel, Klimawandel, Heimat, Nachhaltigkeit und Wohnungsnot konfrontiert. Zum Abschluss nimmt Otto Lederer Stellung zu einem Thema, das ihm besonders am Herzen liegt.

Herzensanliegen von Otto Lederer: Den Landkreis zur Bildungsregion machen

Als ehemaliger Gymnasiallehrer ist es mir besonders wichtig, dass unsere Kinder optimale und individuelle Bildungschancen haben – im akademischen und im beruflichen Bereich! Denn Bildung und Erziehung von heute entscheiden über die Chancen unserer jungen Menschen von morgen.

Um die Kooperation der Schulen und der anderen Bildungseinrichtungen zum Wohl unserer Kinder weiter zu verbessern, möchte ich unseren Landkreis zu einer „Bildungsregion“ weiterentwickeln. Dazu gehört auch, dass jedes Kind entsprechend seiner Begabungen unterstützt wird. Insbesondere für Kinder mit Handicap oder einer Lernbehinderung müssen wir adäquate Angebote schaffen, um sie bestmöglich zu fördern und ihnen Zukunftschancen zu eröffnen.

Darüber hinaus ist es mir wichtig, dass wir unseren jungen Menschen sowohl die Vorteile der beruflichen als auch der akademischen Bildung näherbringen und deren Gleichwertigkeit herausstellen. Denn wir brauchen Fachkräfte auf allen Ebenen, um unsere heimische Wirtschaft und das Handwerk zu stärken!

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim.
Hier finden Sie am Wahlabend, 15. März, das Ergebnis der Landrats- und Kreistagswahl. +++

Das bedeutet "Heimat" für den Landratskandidaten der CSU

Wir leben im Landkreis Rosenheim in einer einzigartigen Kulturlandschaft. Unsere familiengeführten Landwirtschaftsbetriebe sorgen für regional erzeugte Lebensmittel. Die Wertschätzung für diese und deren Produzenten muss wieder steigen. Deshalb unterstütze ich die Regionalvermarktung im Landkreis Rosenheim.

Darüber hinaus ist unser vielfältiges Ehrenamt – beginnend mit Feuerwehr- und Rettungsdienst über kirchliche und soziale Bereiche bis hin zu Freizeit, Kultur und Sport – im Landkreis Rosenheim besonders zu unterstützen. Es ist und bleibt die tragende Säule unserer Gesellschaft. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, die vielen Frauen und Männer, die ihre Freizeit opfern, zu schätzen, zu würdigen und auszuzeichnen.

Unsere Region lebt von der Schönheit unserer Landschaft, vom Zusammenhalt in der Gesellschaft und der mittelständischen Wirtschaft. Ich kandidiere als Landrat, um all das – und vieles mehr! – zu erhalten und im Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern behutsam weiterzuentwickeln.

Bezahlbarer Wohnraum? Das sind die Ideen von Otto Lederer

Um die hohe Lebensqualität in unserem Landkreis zu erhalten, müssen wir mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, besonders für junge Familien. Als langjähriger Bürgermeister und ehemaliger Vorsitzender unserer Kreistagsfraktion weiß ich, dass das nur im Dialog mit unseren Kommunen geht.

Auch der Landkreis Rosenheim beteiligt sich mit seiner Wohnungsbaugesellschaft an der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und wird in den kommenden Jahren die Anzahl seiner Wohnungen verdoppeln sowie Gemeinden bei Bedarf beraten.

Damit der zusätzliche Wohnungsbau nicht zu übermäßiger Flächenversiegelung führt, ist es sinnvoll, ein verantwortungsvolles Flächenmanagement zu betreiben und zuerst leerstehende Immobilien oder brachliegende Bauflächen zu nutzen. Darüber hinaus sollten die Möglichkeiten der Nachverdichtung, wie zum Beispiel Aufstockung, in Betracht gezogen werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen wir auch Kindertagesstätten bedarfsgerecht ausbauen sowie familien- und seniorengerechte Wohnformen schaffen.

Das sagt der Kandidat der CSU zum Thema Klimaschutz

Umweltschutz, Klimaschutz und Landwirtschaft gehören zusammen. Ich will ein gutes Miteinander und kein Gegeneinander! Für uns im Landkreis Rosenheim sind „Nützen und Schützen“ keine Gegensätze, sondern seit langem eine Symbiose. So sind bereits 20 Prozent der Fläche unseres Landkreises Schutzgebiete.

Der Landkreis Rosenheim soll sein Engagement für Klimaschutz, erneuerbare Energien und Artenvielfalt weiter ausbauen. Außerdem möchte ich mehr regionale Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und dabei die Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Dazu gehört auch, dass wir als Landkreis den nachhaltigen Tourismus noch stärker fördern.

Ein wirksames Instrument des Landkreises zur Umsetzung der Energiewende ist der Zusammenschluss „Energiezukunft Rosenheim“, kurz ezro.

Hier arbeiten sowohl Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verbände und Kommunen zum Wohle der Umwelt zusammen und entwickeln gemeinsam Strategien, wie wir in der Region den Klimaschutz noch besser vorantreiben können.

Otto Lederer über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Ich stehe für eine Verkehrspolitik, die eine Balance anstrebt zwischen dem unverzichtbaren Ausbau unserer Infrastruktur – zu dem ganz zentral der Ausbau des ÖPNV gehört – und dem berechtigten Wunsch unserer Bürger nach Schutz vor Lärm und Abgasen sowie der Bewahrung unserer Natur.

Mein Ziel ist es, mit einer sinnvollen und für alle Menschen attraktiven Kombination der verschiedenen Verkehrsmittel den Individualverkehr schrittweise zu reduzieren. Dafür brauchen wir eine solide ÖPNV-Grundversorgung im ganzen Landkreis, die sich am Schienenpersonennahverkehr orientiert und die unsere Städte und zentralen Orte miteinander verbindet. Die „letzte Meile“ kann dann durch individuelle Lösungen – wie IST-Mobil, Anruf-Sammel-Taxi oder Bürgerbus – zurückgelegt werden.

Darüber hinaus setze ich mich technologieoffen für den Ausbau umweltfreundlicher, kostengünstiger Fortbewegungsmöglichkeiten ein. Neben einem besseren ÖPNV gehört dazu eine attraktivere Radinfrastruktur. Meine Vision ist, die Radwege landkreisweit zu vernetzen!

Das sagt Otto Lederer zum Thema Brenner-Nordzulauf

Die Planung zum Brenner-Nordzulauf ist eine große Herausforderung für unsere ganze Region. Im Zuge der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans wurde die vorhandene Infrastruktur geprüft und bewertet.

Die dabei 2019 erstellten Studien gehen davon aus, dass das Verkehrsaufkommen je nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren bis 2050 auf über 400 Züge täglich steigen soll.

Für mich ist klar: Falls ein Neubau zwingend notwendig ist, darf es keinesfalls die billigste, sondern nur die beste Variante für unsere Heimat geben! Überall, wo es geht, müssen die Gleise unter der Erde verschwinden, ähnlich wie in Tirol. Deshalb sehe ich bei allen bisherigen Trassenvorschlägen noch massiven Verbesserungsbedarf! Aufgrund des langen Planungsvorlaufs ist es unerlässlich, die Bestandsstrecke deutlich zu ertüchtigen. Dies betrifft nicht nur die Kapazitätserweiterung, sondern vor allem den Lärmschutz für die Bewohner der anliegenden Gemeinden von Kiefersfelden bis Tuntenhausen.

Hier fordere ich Lärmschutz auf Neubauniveau!

Steckbrief zum Landratskandidaten der CSU

Alter: 49 Jahre

Wohnort: Tuntenhausen

Familienstand: verheiratet, drei Kinder (zwei Töchter und ein Sohn)

Beruf: Mitglied des Landtags (seit 2013); davor: Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen; ursprünglich: Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik.

Hobbys: Bergwanderungen, gute Bücher und Musik.

Lebensmotto: „… das ganze Lebn besteht aus Nehmen und viel mehr Gebn“ (aus dem Lied „Großvater“ von STS).

Unsere Heimat, der Landkreis Rosenheim, gehört nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den erfolgreichsten und lebenswertesten Regionen in Deutschland: intakte Natur, attraktive Arbeitsplätze und eine einmalige Verbindung von Tradition und Moderne sorgen für seine enorm hohe Lebensqualität.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Ich kandidiere als Landrat, um all das – und vieles mehr! – zu erhalten und im Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern behutsam weiterzuentwickeln.

Greta Thunberg würde sich über Vieles, was wir im Kreis Rosenheim für den Umwelt- und Klimaschutz bewegen, sehr freuen!

Als Landrat würde ich als erstes Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen und mit ihnen gemeinsam das Landratsamt zu einem modernen, noch bürgerfreundlicheren Dienstleistungszentrum weiterentwickeln.

Der Klimawandel ist zwar ein globales Problem, dennoch müssen wir im Landkreis Rosenheim auch weiterhin – durch regionale Projekte und nachhaltige Maßnahmen – unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Mit Händen und Füßen würde ich mich als Landrat dagegen wehren, wenn Entscheidungen zum Nachteil der Menschen im Kreis Rosenheim getroffen würden.

Mein Lieblingsplatz ist jeder Berg und jeder See in unserer Heimat.

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