Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl: So sieht Marianne Zollner (SPD) Mühldorf in 10 Jahren

Marianne Zollner

Marianne Zollner (SPD) will Bürgermeisterin in Mühldorf bleiben. Ihr Augenmerk liegt vor allem auf der Familienfreundlichkeit der Stadt.

So stellt sich die Kandidatin der SPD Mühldorf in 10 Jahren vor

Mühldorf ist 2030 eine attraktive historische Innstadt, die den Anforderungen der Zeit gewachsen ist. Die Stadtentwicklung bis dahin wird gezielt gesteuert mit dem neuen „Masterplan“ für das gesamte Stadtgebiet, dem Flächennutzungsplan.

Darin sind die potenziellen Flächen für Wohnen, Industrie- und Gewerbe, Verkehr und Infrastruktur, Grün- und Ausgleichsflächen festgelegt. Das Tempo der Entwicklung steuert die Stadt selbst. Ein gesundes Wachstum beinhaltet den gleichzeitigen bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur. Das Wachstum wird bis 2030 jährlich deutlich geringer ausfallen als in den letzten Jahren.

Wichtig ist die Weiterentwicklung von Verkehr und Parken: Ich hoffe, dass 2030 die Osttangente im Straßenausbauplan des Freistaates Bayern aufgenommen und der Bau bereits im Gange ist. Der Stadtbus ist 2030 ausgebaut und entlastet das Verkehrsaufkommen spürbar. Durch den Bau von Parkhäusern ist die Parksituation erheblich verbessert. Viele Mühldorferinnen und Mühldorfer fahren mit dem Fahrrad oder E-Bike, denn die Radwege sind sicherer geworden und im Stadtbereich durchgängig. Der Stadtbus ist zum vielgenutzten Verkehrsmittel geworden.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Mühldorf. Hier finden Sie am Wahlabend, 15. März 2020, das Wahlergebnis der Stadt Mühldorf. +++

Der Mühldorfer Nachwuchs hat die Stadt statistisch sehr verjüngt. Und die zahlreichen Seniorinnen und Senioren erfreuen sich an der hohen Lebensqualität, die die Stadt für sie bietet. Sport- und Freizeitangebote wurden weiter ausgebaut.

Die Hochschule hat sich gut entwickelt. Der Campus beherbergt bereits 1000 Studierende. Der darin ausgebildete Fachkräfte-Nachwuchs wird regional dringend gebraucht. Mühldorfs Wirtschaft mit dem gesunden Mix an Mittelstandsbetrieben hat die Schwankungen der Weltwirtschaft gut überstanden und bietet weiterhin sichere Arbeitsplätze an.

Ich setze mich als Bürgermeisterin mit aller Kraft dafür ein, dass Mühldorf auch im Jahr 2030 unsere liebens- und lebenswerte Kleinstadt für alle Bürgerinnen und Bürger bleibt.

Die SPD-Kandidatin über die Verkehrsbelastung in der Stadt

Beim Verkehr geht es um alle: Pkw, Lkw, Fußgänger, Radfahrer, Stadtbus und Parken. Für Fußgänger und Radfahrer wurden in den letzten Jahren einige Maßnahmen umgesetzt: Als Verbindung vom Norden zum Bahnhof und zur Innenstadt wurde der Steg über den Innkanal gebaut. An der Unterführung in der Töginger Straße ist ein beidseitiger Geh- und Radweg entstanden.

Fahrradabstellanlagen am Bahnhof Nord und Süd wurden ebenso errichtet wie die „Mühldorfer Bügel“ für Räder in der Innenstadt. Die Brunnhuberstraße ist durch die Durchfahrtssperre für Pkw gerade für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere für Schulkinder, sicherer geworden. Die Hartgassenunterführung wird endlich gebaut.

Wir haben ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben, dessen Ziel es ist, den Verkehrsfluss zu verbessern und Gefahrenstellen zu entschärfen. Die Planer haben umfassende Daten über das Verkehrsaufkommen und das Verkehrsverhalten der Bevölkerung erhoben – daraus werden Lösungen erarbeitet. Erste Verbesserungen werden an der Nordtangente und an der Äußeren Neumarkter Straße bereits in diesem Jahr erfolgen.

Die Osttangente als Verbindung von der alten B12 zur Nordtangente und zur A 94 kann den Innenstadtverkehr deutlich entlasten. Deshalb setze ich mich im Verkehrsministerium stark dafür ein, dass diese wichtige Verbindung in den nächsten Straßenausbauplan des Freistaates Bayern aufgenommen wird. Dieses Jahr entsteht die „kleine Ostumfahrung“ von der Töginger Straße zur Nordtangente, die den engen „Hirschenweg“ ersetzt. Wichtig für die Mobilität der Zukunft ist der neue Stadtbus.

Er trägt zur Verkehrsentlastung bei und zu einer wesentlichen CO2-Einsparung. Der neue Stadtbus wird von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr im Halbstundentakt alle Ortsteile anfahren, inklusiv neue Wohnsiedlungen und das Industriegebiet. Der Preis ist günstig: täglich einen Euro, jährlich 150 Euro. Kinder bis 16 Jahre fahren kostenlos.

Steckbrief zur Bürgermeisterkandidatin Marianne Zollner

Mühldorf – "Mühldorf ist eine einzigartig schöne Stadt. Als Bürgermeisterin habe ich die Aufgabe, das historische Erbe zu erhalten und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die von mir vor sechs Jahren erklärten Ziele, die ich konsequent verfolgt habe, gelten auch heute.

Die Familienfreundlichkeit konnte mit dem Bau weiterer Kindergärten und Kinderkrippen gewährleistet werden. Künftig wird ein weiteres Kinderzentrum im Norden gebraucht.

Um den Kindern beste Bildungschancen zu bieten, werden beide Grundschulen erweitert, ein zusätzlicher Trakt für die Mittelschule ist geplant. Die Schulen nehmen am Digitalisierungspakt teil, ein Meilenstein ist die Ansiedelung der Hochschule. Die Entwicklung erfordert ein erweitertes Raumangebot, das nicht allein von unserer Stadt, sondern vom Zweckverband und vom Freistaat finanziert wird. Vereine und Sportangebote sind wichtig für alle. Mit den Sportförderrichtlinien gibt es eine verstärkte Unterstützung bei Investitionen und der Jugendarbeit. TSV, FCM, ESV, Schützenvereine, ein neues Hallenbad – hier besteht auch künftig großer Handlungsbedarf.

Der Bau von Parkhäusern am Zentralparkplatz und an der Ahamer Straße sind Teil des neuen Verkehrskonzeptes. Ein neuer Stadtbus mit erweitertem Angebot ist enthalten. Im Osten braucht es zusätzlich eine Nord-Süd-Straßenverbindung zur Entlastung der Innenstadt.Themen sind nachhaltige Stadtentwicklung, Förderung von Wirtschaft und Einzelhandel, Ökologie und Klimaschutz. Ich werde weiterhin mein Herz und meine Kraft dafür einsetzen, allen eine gute Lebensqualität in unserer Stadt zu bieten."

Persönliches über Marianne Zollner

Alter: 63 Jahre

Familienstand: verheiratet, ein Kind

Beruf: Dipl.-Sozialpädagogin (FH)

Hobbys: Mühldorfer Stadtgeschichte, Fahrradtouren, Schwimmen, Musik, Theater

Fragen an die Bürgermeisterkandidatin der SPD in Mühldorf

Wo befindet sich Ihr Lieblingsplatz in Ihrer Gemeinde? Warum haben Sie gerade diesen Ort ausgewählt?

Zollner: Mein Lieblingsplatz ist am Innufer. Der rauschende Fluss in der wunderschönen Naturlandschaft ist eine Quelle der Freude und sehr entspannend, ob ich am Ufer sitze, wandere oder Fahrrad fahre. Der Inn war seit jeher die Lebensader unserer Stadt und Ursprung für die Ansiedelung von Menschen. Für den Bau unserer historischen Stadt bin ich unseren Vorfahren sehr dankbar.

Wenn Sie 24 Stunden Zeit hätten, in denen Ihnen alle Möglichkeiten offen stünden: Was würde Sie tun?

Zollner: Das hört sich an wie ein Traum, in dem Zeit und Geld keine Rolle spielen – ich würde sofort ein neues Hallenbad bauen, ein schönes großes begrüntes Parkhaus, die Osttangente, die Schulerweiterungen, ein Café am Inn mit großer Terrasse, noch ein Kinderzentrum in Norden, einen Stadtpark Nord anlegen – und zuletzt würde ich mich entspannen im Freiluft-Whirlpool der Sauna des neuen Hallenbades.

Wenn Sie die Wahl gewinnen, was werden Sie als Erstes tun?

Zollner: Natürlich wird erst einmal gefeiert, denn ich würde mich sehr darüber freuen, dass mir die Bürgerinnen und Bürger mit der Wiederwahl das Vertrauen geschenkt haben und damit meine bisherige Stadtpolitik honorieren. Dann geht es an die Arbeit: Verkehrskonzept umsetzen, Baumaßnahmen, Flächennutzungsplan, die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates vorbereiten – es gibt viel zu tun. Es ist und bleibt eine sehr schöne Aufgabe, Bürgermeisterin von Mühldorf zu sein.

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