Kommunalwahl 2020

Landratswahl Rosenheim: Michaela Eglseer (AfD) will Landkreis-Finanzen transparenter machen

Michaela Eglseer

Die Kommunalwahl am 15. März rückt näher. Die OVB-Heimatzeitungen haben die Rosenheimer Landratskandidaten mit Themen wie Brenner-Basistunnel, Klimawandel, Heimat, Nachhaltigkeit und Wohnungsnot konfrontiert. Zum Abschluss nimmt Michaela Eglseer Stellung zu einem Thema, das ihr besonders am Herzen liegt.

Herzensanliegen von Michaela Eglseer: Bürgernah, mit transparenter Finanzpolitik

Als Landrätin und Finanzbeamtin werde ich besonderes Augenmerk auf die Finanzen des Landratsamtes und des Kreistages legen. Ich sorge für Transparenz in Finanzangelegenheiten.

Alle Entscheidungen sollen für die Bürger nachvollziehbar sein. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wie, wie viel und wofür ihr Geld ausgegeben wird. Meine Politik gestalte ich bürgernah und bürgerfreundlich.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim.
Hier finden Sie am Wahlabend, 15. März, das Ergebnis der Landrats- und Kreistagswahl. +++

Das bedeutet "Heimat" für die Landratskandidatin der AfD

Unsere wunderbare Heimat zu erhalten, den sozialen und den kulturellen Zusammenhalt durch Förderung unserer Vereine sowie Freiwillige Feuerwehren und Rettungskräfte zu stärken, ist mir ein großes Anliegen.

Achtgeben auf unsere Natur! Nicht nur als Jägerin ist mir die Zusammenarbeit mit Landwirten, Förstern und Jägerkollegen sehr wichtig, um den Wald- und Wildtierbestand zu kontrollieren und zu pflegen. Sinnvolle Konzepte bei der Neu- und Wiederaufforstung werde ich anregen. Landwirte haben strenge Auflagen beim Bau und Überprüfungen von Güllegruben. Diese Auflagen sind praxisnah und angemessen anzupassen. Hingegen fordere ich alle öffentlichen Kläranlagen im Landkreis auf Dichtigkeit hin zu überprüfen, um unser Grund- und Trinkwasser vor Nitrat- und Schadstoffeintrag zu schützen.

Ein Förderprogramm für heimische Firmen und Landwirte, Absatz einheimischer Produkte, Ansiedelung neuer Technologiezweige zur Arbeitsplatzsicherung und -erweiterung sowie die Erschließung neuer Tourismuskonzepte wie „sanfter Tourismus“ werde ich vorantreiben.

Bezahlbarer Wohnraum? Das sind die Ideen von Michaela Eglseer

Auf landkreiseigenen Grundstücken werde ich Projekte wie „Bauen im Einheimischenmodell“ oder „Junges Wohnen“ fördern. Speziell für junge Familien mit kleinem Geldbeutel könnten auch Grundstücke im Erbbaurecht vergeben werden, dann wäre der Finanzbedarf nicht so hoch. Eine andere Möglichkeit sehe ich in der Gründung von Wohnbaugesell- oder genossenschaften, an welchen sowohl der Landkreis und verschiedene Gemeinden Wohnungsbauprojekte auf eigenen Grundstücken auflegen, Finanzierungskonzepte entwickeln und ohne Profit die Wohnungen oder Häuser an die Bürger verkaufen oder vermieten.

Möglich wäre auch ein Zuschuss-System für Verdichtung von ungenutzten, brachliegenden Flächen innerorts und Umwidmung von nicht benötigten Gewerbeflächen in Wohnflächen für sozialen Wohnungsbau.

Aufstockungen auf niedrige Gebäude oder Flachdächer sowie Überbauungen könnten zur Schaffung von Wohnraum dienen. Ich unterstütze auch die Gemeinden bei der Lockerung der Bauvorschriften und der Erleichterung von Baugenehmigungen.

Das sagt die Kandidatin der AfD zum Thema Klimaschutz

Für die West-Gemeinden Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham halte ich eine Anbindung an den MVV für sinnvoll, da hier schnellere Mobilität im Pendlerverkehr möglich ist und der Verkehr von der Straße auf die Bahn verlagert wird, ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz! Nicht nur zum Freizeitspaß, sondern auch zur Einsparung von Abgasen könnten die Radschnellwege im Landkreis genutzt werden, deren Ausbau ich ausdrücklich unterstütze. Für Elektrofahrräder möchte ich ein Ladestationsnetz errichten.

Für alternative Pkw-Busantriebe wie Elektro, Wasserstoff oder Gas sollen Tankstationen moderat ausgebaut werden, denn neben Pkws sollen auch ÖPNV und Stadtbusse verstärkt elektrisch oder mit Brennstoffstelle fahren. Ich bin gegen die Verteufelung des Individualverkehrs und des modernen Dieselantriebs, da Diesel auf Langstrecken immer noch der umweltfreundlichste Antrieb ist.

Als Maßnahmen für den Klimaschutz stelle ich mir energetische Sanierungen von öffentlichen Gebäuden, Behörden oder Schulen vor sowie Projekte wie „Durch Sonne Strom vom Schuldach“.

Manuela Eglseer über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Um den ÖPNV für Fahrgäste im Landkreis Rosenheim attraktiver zu machen, müssen die Verbindungen der Hauptorte untereinander und mit der Stadt Rosenheim mindestens stündlich, in Stoßzeiten möglichst halbstündlich getaktet sein.

Sinnvoll ist die Erweiterung der Buseinsätze an Wochenenden, auch abends (Veranstaltungs-, Partybusse). Ein Rufbuskonzept sollte die Anbindung des ländlichen Raumes an das Hauptnetz ergänzen um „Geisterbusse“ zu vermeiden. Eine Abstimmung der Bus- und Bahnfahrpläne halte ich für erforderlich. Die Öffnung des Schulbusnetzes für Berufspendler wäre eine gute Möglichkeit, um beim Weg zur Arbeit auf das Auto zu verzichten und auf den Bus umzusteigen. Mehr moderne Busse müssten dann eingesetzt werden.

Mit Sitzplatzgarantie und Anschnallpflicht würde dadurch vor allem auch die Sicherheit bei der Schülerbeförderung extrem verbessert. Wer regelmäßig den ÖPNV nutzt, soll durch Vielfahrer-Ermäßigungen und Zeitkarten, ebenso wie Jugendliche, Schüler/Studenten, Familien und Senioren entsprechend finanziell entlastet werden.

Das sagt Manuela Eglseer zum Thema Brenner-Nordzulauf

Das europäische Bahngroßprojekt ist ein schwieriges Thema. Ich fordere maximalen Schutz für Mensch und Natur sowie die Bürgereinbindung bei Planung und Entscheidung. Ob ein Ausbau der Bestandsstrecke ausreicht, liegt an den Anforderungen in der Zukunft. Hier steht die Bedarfsanalyse der Bundesregierung aus. Zu bedenken: Der Ausbau der Bestandsstrecke zur Abwicklung des gesamten Personen- und Güterverkehrs würde eine enorme Belastung für alle Anwohner bedeuten.

Ein Trassenneubau ergibt für michfolgende Forderungen:

  1. Keine Aufladeorte der Lkw auf die Züge in unserer Region;
  2. Keine Verknüpfungspunkte Neutrasse mit Bestandsstrecke in unserer Region
  3. Rosenheim muss ans Personenschnellzugnetz angebunden sein;
  4. Untertunnelung statt Bau der km-langen Brücke nördlich von Rosenheim. Geld darf keine Rolle spielen;
  5. Maximaler Lärm- und Sichtschutz für die Bestandsstrecke.

Fazit: Bei Erfüllung aller meiner Forderungen würde ich mich für den Trassenneubau mit größter Untertunnelung aussprechen.

Der Steckbrief zur Landratskandidatin der AfD

Alter:49 Jahre. Wohnort: Prien.

Familienstand: verheiratet, eine Tochter und ein Sohn. Beruf: Diplom-Finanzwirtin (FH), Finanzbeamtin. Hobbies: Segeln, Berggehen, Radeln, Sportschützin und Jägerin. Lebensmotto: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Meine Erfahrungen aus der Finanzverwaltung möchte ich als Landrätin einbringen, um das Landratsamt durch erweiterte Digitalisierung und die Einrichtung eines Servicezentrums modern und bürgerfreundlich zu machen. Eine schnellere und zentrale Antragsbearbeitung (Bau- und Asylverfahren) ermöglicht Bürokratieabbau und spart Kosten.

Eine Bürgerplattform will ich für soziale Anliegen gründen (Familien-, Senioren-, Nothilfe). Priorität haben Schutz und Sicherheit der Bürger. Ob bei Behörden- oder IT-Sicherheit, im Datenschutz als auch bei der inneren Sicherheit im Landkreis setze ich mit dem Konzept Sicherheit-Ordnung-Sauberkeit (SOS) auf gute Zusammenarbeit mit Behörden und Sicherheitskräften.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Die bürgernahe Gesundheitsversorgung im Landkreis liegt mir besonders am Herzen. Die landkreiseigenen Romed-Kliniken in Bad Aibling, Prien und Wasserburg sollen unabhängig bleiben. Ich setze mich für die Wiedereröffnung der Geburtsstationen in Prien und Bad Aibling, für ein medizinisches Versorgungszentrum im Inntal und für den Ausbau der Senioren- und Palliativbetreuung ein.

Bildung und Infrastruktur ist wichtig für unsere Schüler. Neben dem Ausbau des digitalen Unterrichts unterstütze ich den Bau des Hallenbads in Bad Aibling, um den Schülern des westlichen Landkreises Schwimmunterricht zu ermöglichen. Für die Stärkung und den Erhalt unserer einheimischen Unternehmer und Landwirte setze ich mich ein. Beim Ausbau des Netzes für schnelleres Internet, Mobilfunk und Glasfaser helfe ich gern mit.

Greta Thunberg ist ein schwedisches Mädchen mit Zöpfen (aber ohne Äffchen und Pferd) und steht als Person leider mehr im Mittelpunkt als das eigentliche Thema, der Klimaschutz.

Als Landrätin würde ich als erstes zusammen mit meinen Mitarbeitern und mit Vertretern von Bürgern, Unternehmern, Land- und Forstwirten sowie Vereinen ergründen, wo der Schuh drückt, und entsprechende Lösungen erarbeiten.

Der Klimawandel ist ein ernstes Problem, das mit kühlem Kopf und durch Lösungen statt mit Hysterie und Panikmache angegangen werden muss.

Mit Händen und Füßen werde ich mich als Landrätin gegen Willkür und Ungerechtigkeiten wehren.

Mein Lieblingsplatz ist am Steg des Chiemsee-Segelhafens in meiner Heimatgemeinde Prien.

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