Kommunalwahl 2020

Landratskandidaten im Kreis Rosenheim: Michaela Eglseer (AfD) über öffentlichen Nahverkehr

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Michaela Eglseer

Die Menschen im Landkreis Rosenheim sind am 15. März 2020 bei der Kommunalwahl aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Neun Kandidaten stehen zur Wahl. Für die AfD tritt Michaela Eglseer an. Bis kurz vor der Wahl befragen wir die Kandidaten zu verschiedenen Themen und ergänzen die Artikel.

Manuela Eglseer über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Um den ÖPNV für Fahrgäste im Landkreis Rosenheim attraktiver zu machen, müssen die Verbindungen der Hauptorte untereinander und mit der Stadt Rosenheim mindestens stündlich, in Stoßzeiten möglichst halbstündlich getaktet sein.

Sinnvoll ist die Erweiterung der Buseinsätze an Wochenenden, auch abends (Veranstaltungs-, Partybusse). Ein Rufbuskonzept sollte die Anbindung des ländlichen Raumes an das Hauptnetz ergänzen um „Geisterbusse“ zu vermeiden. Eine Abstimmung der Bus- und Bahnfahrpläne halte ich für erforderlich. Die Öffnung des Schulbusnetzes für Berufspendler wäre eine gute Möglichkeit, um beim Weg zur Arbeit auf das Auto zu verzichten und auf den Bus umzusteigen. Mehr moderne Busse müssten dann eingesetzt werden.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim. +++

Mit Sitzplatzgarantie und Anschnallpflicht würde dadurch vor allem auch die Sicherheit bei der Schülerbeförderung extrem verbessert. Wer regelmäßig den ÖPNV nutzt, soll durch Vielfahrer-Ermäßigungen und Zeitkarten, ebenso wie Jugendliche, Schüler/Studenten, Familien und Senioren entsprechend finanziell entlastet werden.

Das sagt Manuela Eglseer zum Thema Brenner-Nordzulauf

Das europäische Bahngroßprojekt ist ein schwieriges Thema. Ich fordere maximalen Schutz für Mensch und Natur sowie die Bürgereinbindung bei Planung und Entscheidung. Ob ein Ausbau der Bestandsstrecke ausreicht, liegt an den Anforderungen in der Zukunft. Hier steht die Bedarfsanalyse der Bundesregierung aus. Zu bedenken: Der Ausbau der Bestandsstrecke zur Abwicklung des gesamten Personen- und Güterverkehrs würde eine enorme Belastung für alle Anwohner bedeuten.

Ein Trassenneubau ergibt für michfolgende Forderungen:

  1. Keine Aufladeorte der Lkw auf die Züge in unserer Region;
  2. Keine Verknüpfungspunkte Neutrasse mit Bestandsstrecke in unserer Region
  3. Rosenheim muss ans Personenschnellzugnetz angebunden sein;
  4. Untertunnelung statt Bau der km-langen Brücke nördlich von Rosenheim. Geld darf keine Rolle spielen;
  5. Maximaler Lärm- und Sichtschutz für die Bestandsstrecke.

Fazit: Bei Erfüllung aller meiner Forderungen würde ich mich für den Trassenneubau mit größter Untertunnelung aussprechen.

Der Steckbrief zur Landratskandidatin der AfD

Alter:49 Jahre. Wohnort: Prien.

Familienstand: verheiratet, eine Tochter und ein Sohn. Beruf: Diplom-Finanzwirtin (FH), Finanzbeamtin. Hobbies: Segeln, Berggehen, Radeln, Sportschützin und Jägerin. Lebensmotto: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Meine Erfahrungen aus der Finanzverwaltung möchte ich als Landrätin einbringen, um das Landratsamt durch erweiterte Digitalisierung und die Einrichtung eines Servicezentrums modern und bürgerfreundlich zu machen. Eine schnellere und zentrale Antragsbearbeitung (Bau- und Asylverfahren) ermöglicht Bürokratieabbau und spart Kosten.

Eine Bürgerplattform will ich für soziale Anliegen gründen (Familien-, Senioren-, Nothilfe). Priorität haben Schutz und Sicherheit der Bürger. Ob bei Behörden- oder IT-Sicherheit, im Datenschutz als auch bei der inneren Sicherheit im Landkreis setze ich mit dem Konzept Sicherheit-Ordnung-Sauberkeit (SOS) auf gute Zusammenarbeit mit Behörden und Sicherheitskräften.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Die bürgernahe Gesundheitsversorgung im Landkreis liegt mir besonders am Herzen. Die landkreiseigenen Romed-Kliniken in Bad Aibling, Prien und Wasserburg sollen unabhängig bleiben. Ich setze mich für die Wiedereröffnung der Geburtsstationen in Prien und Bad Aibling, für ein medizinisches Versorgungszentrum im Inntal und für den Ausbau der Senioren- und Palliativbetreuung ein.

Bildung und Infrastruktur ist wichtig für unsere Schüler. Neben dem Ausbau des digitalen Unterrichts unterstütze ich den Bau des Hallenbads in Bad Aibling, um den Schülern des westlichen Landkreises Schwimmunterricht zu ermöglichen. Für die Stärkung und den Erhalt unserer einheimischen Unternehmer und Landwirte setze ich mich ein. Beim Ausbau des Netzes für schnelleres Internet, Mobilfunk und Glasfaser helfe ich gern mit.

Greta Thunberg ist ein schwedisches Mädchen mit Zöpfen (aber ohne Äffchen und Pferd) und steht als Person leider mehr im Mittelpunkt als das eigentliche Thema, der Klimaschutz.

Als Landrätin würde ich als erstes zusammen mit meinen Mitarbeitern und mit Vertretern von Bürgern, Unternehmern, Land- und Forstwirten sowie Vereinen ergründen, wo der Schuh drückt, und entsprechende Lösungen erarbeiten.

Der Klimawandel ist ein ernstes Problem, das mit kühlem Kopf und durch Lösungen statt mit Hysterie und Panikmache angegangen werden muss.

Mit Händen und Füßen werde ich mich als Landrätin gegen Willkür und Ungerechtigkeiten wehren.

Mein Lieblingsplatz ist am Steg des Chiemsee-Segelhafens in meiner Heimatgemeinde Prien.

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