Kommunalwahl 2020: Stefan Schirmer (Die Grünen) will Bürgermeister in Kiefersfelden werden

Stefan Schirmer

Eine CO2-neutrale Stromversorgung, bürgernahe Politik und ein radfahrer- und fußgängerfreundlicheres Kiefersfelden sind Stefan schirmers Ziele, sollte er Bürgermeister in Kiefersfelden werden.

Kiefersfelden – „Mein wichtigstes Anliegen ist der Ausbau der regenerativen Energie in Kiefersfelden. Es ist technisch machbar, in zehn Jahren die Energiewende in unserem Ort zu erreichen. Mein Ziel ist, es bis 2030 eine CO2-neutrale Stromversorgung mit 100 Prozent eigenerzeugtem, regenerativem, grünem Strom aufzubauen (Stand 2020 in Kiefer: 24 Prozent, in Bayern: 44 Prozent): mit dem Ausbau unserer Wasserkraft, Photovoltaik, einem Biomasse-Heizkraftwerk und einem Tiefengeothermiekraftwerk. Durch Bürgerkraftwerke im Sinne des Gemeinwohlprinzips soll jeder Kieferer davon profitieren.

Ich trete für ein radfahrer- und fußgängerfreundlicheres Kiefersfelden ein. Zwei unserer Gemeinderatskandidaten wurden auf der Staatsstraße angefahren! Was muss noch passieren, bis der Verkehr auf dieser Straße mit Hilfe von Zebrastreifen und Radfahrwegen sicherer gemacht wird?

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Mir ist eine bürgernahe Gemeinwohlpolitik sehr wichtig. So möchte ich im Sommer eine öffentliche Abstimmung durchführen, bei der die Kieferer Bürger entscheiden sollen, wie die Silvesternacht im Ort künftig gestaltet werden soll: Ein zentrales Feuerwerk auf einer ausgewiesenen Fläche in der Ortsmitte könnte die vielen Einzelfeuerwerke ersetzen und somit nicht nur der Umwelt, sondern auch den Tieren Gutes tun.

Im Ortsteil Mühlbach gibt es keinen Laden und keine Wirtschaft mehr! Deswegen mache ich mich für die Errichtung eines Bürgerladens mit Café stark. Der Shop wäre zu Fuß oder per Rad erreichbar und könnte neben dem Einkauf auch als Treffpunkt für die Mühlbacher dienen.

Der Klimaschutz ist überlebenswichtig für unsere nachfolgenden Generationen. Wenn es die Großen nicht schaffen, verwirklichen wir die Klimawende hier im Ort. Man muss im Kleinen anfangen, dann werden es die Anderen – hoffentlich – nachmachen und es wird eine Bewegung daraus – uns, unseren Kindern und unserem Lebensraum Erde zuliebe.“

+++ Hier finden Sie am Abend des 15. März 2020 das Wahlergebnis von Kiefersfelden. +++

Persönliches über Stefan Schirmer

Alter: 62

Familienstand: geschieden

Beruf: Diplom-Ingenieur und Unternehmer

Hobbys: ASV Kiefersfelden, Skifahren, Skitouren und Eishockey, Wandern und Bergradeln. Mit Radl und Rucksack nach Südtirol oder an den Gardasee fahren

Fragen an den Bürgermeisterkandidaten der Grünen in Kiefersfelden

Wo befindet sich Ihr Lieblingsplatz in Ihrer Gemeinde? Warum haben Sie gerade diesen Ort ausgewählt?

Schirmer: Der Weg auf den Brünnstein, den ich jährlich bestimmt 40 bis 50 Mal gehe, ist mein liebstes Ziel - ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit Ski. Auf diesem Pfad kann ich hervorragend abschalten und die Natur genießen. Hier gilt: Der Weg ist das Ziel.

Wenn Sie 24 Stunden Zeit hätten, in denen Ihnen alle Möglichkeiten offen stünden: Was würde Sie tun?

Schirmer: Ich würde versuchen das Macht-Gen beim „zivilisierten“ Menschen so zu ändern, dass wir Machtstreben, Neid und Gier loslassen können, um Platz in uns zu schaffen für Lebensfreude, Zusammengehörigkeit und Verantwortungsbewusstsein anderen Menschen und unserem Lebensraum Erde gegenüber. So wie es die rund 370 Millionen Indigene wie Inuit, Uiguren oder Samen uns vorleben.

Wenn Sie die Wahl gewinnen, was werden Sie als Erstes tun?

Schirmer: Am Wahlabend gehe ich, wie jeden Sonntagabend, zum Eishockeyspielen mit meinen Freunden - außer der Klimawandel lässt kein Eis mehr zu. Danach werde ich mit Freude und Elan meine regenerativen Energieprojekte für Kiefersfelden angehen.

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