Kommunalwahl 2020

Landratskandidaten im Kreis Rosenheim: Josef Fortner (ÖDP) über öffentlichen Nahverkehr

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Josef Fortner

Die Menschen im Landkreis Rosenheim sind am 15. März 2020 bei der Kommunalwahl aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Neun Kandidaten stehen zur Wahl. Für die ÖDP tritt Josef Fortner an. Bis kurz vor der Wahl befragen wir die Kandidaten zu verschiedenen Themen und ergänzen die Artikel.

Josef Fortner über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Durch die Erneuerung des Nahverkehrsplans wird der individuelle Pkw-Verkehr nur wenig zu den Bussen verlagert, aber der öffentliche Nahverkehr könnte von wesentlich mehr Erwachsenen und Berufs-Pendlern benutzt werden. Wir ÖDP-Kreisräte setzen uns für ein Ein-Euro-Ticket je Fahrt ein, anstatt jetzt etwa 4,80 Euro für 17 Kilometer.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim. +++

Ich will sozial annehmbare Preise, die Geisterbusse füllen sowie Orte und Straßen entlasten. Bei entsprechender Akzeptanz könnten im Landkreis die Busanbindungen durchaus verbessert werden und sollten sieben Tage von 5 bis 22 Uhr angeboten werden. Erfahrung mit Verkehrspolitikern sammelte ich beim historischen Planungsdialog 2010 zum Ausbau der A 8 als Sprecher der BI Tempolimit.

Das sagt Josef Fortner zum Thema Brenner-Nordzulauf

Der derzeitige Bundesverkehrswegeplan bezieht sich auf überzogene Prognosezahlen, und es sollte besser die Bestandsstrecke umfassend mit Lärmschutz saniert werden. Diese Maßnahmen könnten durchaus die Verkehrsmenge der nächsten 30 Jahre abdecken und man könnte so auch eine Politik der kurzen Wege machen.

Ich habe an der Petition der Bürgerinitiative (BI) Brennerdialog teilgenommen und ich vertrete hier (wie auch Beschlusslage meines Kreisverbands) die Stellungnahme und Studie der BI-Brennerdialog.

Steckbrief zum Landratskandidaten der ÖDP

Alter:59 Jahre.

Wohnort: Rohrdorf.

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder.

Beruf: Heizungsingenieur.

Hobbys: Radwandern, Tischtennis

Lebensmotto: Leben und leben lassen.

Als langjähriges Mitglied im Rosenheimer Solarverein bin ich dafür, dass in einem Jahrzehnt eine Energiewende mit Wind und Sonnenenergie für echten Klimaschutz erfolgt. Als Akteur im Artenschutzvolksbegehren sollte man nun den Erhalt von Natur und bäuerlicher Landwirtschaft fördern. Ebenso wichtig ist es, der permanenten Flächenversiegelung durch neue Gewerbegebiete, gigantische Straßenflächen oder Brennerzulauftrassen Einhalt zu gebieten, um die Landschaft zu schützen, aber auch um unseren Boden für die Nahrungsmittelversorgung zu erhalten.

Greta Thunberghat mit ihrem Klimastreik die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung wieder zum Thema gemacht und auch in einem Deutschland der verschleppten Energiewende eine Bewegung aus allen Schichten und Altersgruppen entzündet.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Als Landrat würde ich als erstes den ÖPNV stärken aufgrund sozialer (Stau, Fahrpreise) und ökologischer Notwendigkeiten.

Der Klimawandel und damit die Verpflichtung, die Pariser Klimaschutzvereinbarung mit dem 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, erfordern auch auf Kreisebene, sich notwendige, mögliche Ziele zu setzen und Entscheidungen zu treffen. Dazu gibt es verschiedene Einsichten – und der Parteihintergrund spielt eine Rolle.

Mit Händen und Füßen würde ich mich als Landrat dagegen wehren, dass unsere schöne Landschaft und landwirtschaftlichen Flächen für zusätzliche, unnötige Bahntrassen oder Autobahnen verbraucht werden.

Mein Lieblingsplatz ist: im Garten sitzend, bei einer Schwester, bei leiser Unterhaltung den Vögeln und Insekten in den Bäumen zu lauschen.

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