Kommunalwahl 2020

Sebastian Heller (Bündnis 90/Die Grünen) bewirbt sich für das Bürgermeisteramt in Chieming

Sebastian Heller

Um eine soziale, ökologische und nachhaltige Gemeindepolitik geht es Sebastian Heller (Bündnis 90/Die Grünen). Er kandidiert für das Bürgermeisteramt in Chieming. Hier sein Vorstellungsprofil.

„Verantwortlichkeit liegt da, wo man lebt!“ Dieser Satz von Sepp Daxenberger, dem langjährigen Grünen-Bürgermeister von Waging, bringt die Motivation und die Ziele für meine Bürgermeisterkandidatur exakt auf den Punkt. Dabei geht es mir um eine soziale, ökologische und nachhaltige Gemeindepolitik.

Der Klimaschutz ist auch in der Gemeinde Chieming die zentrale Herausforderung. Genauso wichtig sind mir die sozialen und ökonomischen Gemeindeziele. Familien brauchen eine zuverlässige Kinderbetreuung, damit Eltern Familie und Beruf in Einklang bringen können. Auch in Chieming werden die Menschen immer älter, und sie wollen hier gut alt werden können. Für Pflegebedürftige und zur Entlastung ihrer Angehörigen braucht es eine Tagespflege.

Die Bau- und Mietpreise steigen in Chieming seit Jahren spürbar. Deshalb werde ich die gemeindlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln, um bezahlbares Wohnen und Bauen langfristig zu ermöglichen. Ebenso möchte ich die örtliche Verkehrssituation gravierend verbessern. Mit den Vermietern und Gastronomiebetrieben werde ich ein orts- und seeverträgliches Tourismusangebot weiterentwickeln. Nicht zuletzt brauchen unsere örtlichen Betriebe Handlungssicherheit für ihre unternehmerischen Ziele und Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung.

Diese Ziele möchte ich mit dem neu gewählten Gemeinderat umsetzen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung einbeziehen. Dazu werde ich in den verschiedenen Ortsteilen zu Bürgerstammtischen einladen, themenbezogene Bürgerwerkstätten einrichten und zu bedeutenden Themen der Gemeindeentwicklung Bürgerkonferenzen einberufen. Ich will damit die repräsentative Demokratie und die aktive Bürgerbeteiligung lebendiger gestalten und somit mit einer erfrischenden „Gemeinde-Demokratie“ den gesunden Nährboden für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung schaffen.

Persönliches über Sebastian Heller

Alter: 61 Jahre

Familienstand: verheiratet, zwei erwachsene Kinder

Beruf:Sozialbetriebswirt und Heilpädagoge

Hobbys: Bergsteigen, Gitarre, Schafkopfen.

Fragen an den Bürgermeisterkandidaten der Grünen in Chieming

Wo befindet sich Ihr Lieblingsplatz in Ihrer Gemeinde? Warum haben Sie gerade diesen Ort ausgewählt?

Heller: Mein Lieblingsplatz ist die östliche Anhöhe über dem Krebsbachtal zwischen Chieming und Aufham. Dort hat man einen wunderbaren Blick über das Dorf, den See und auf die Chiemgauer Bergkette. Der Blick über dieses unverwechselbare Panorama ist wohltuend entspannend und mahnt mich zugleich an die Verantwortung, die wir für das Wohlergehen der Menschen in der Gemeinde und für die Natur am Chiemsee – Ostufer haben.

Wenn Sie 24 Stunden Zeit hätten, in denen Ihnen alle Möglichkeiten offen stünden: Was würde Sie tun?

Heller: Die Auswirkungen des Klimawandels ist das alles überragende Thema für uns, noch mehr für unsere Kinder und am allermeisten für unsere Enkel. Hätte ich alle Möglichkeiten, würde ich sofort die gesamte Energie- und Wärmeerzeugung CO2 neutral umstellen, damit das lokale wie auch das globale Klima nicht weiter aufgeheizt wird. Ebenso würde ich soziale und menschenwürdige Gerechtigkeit sicherstellen. Das schafft die Chance, dass alle Menschen, wo sie auch immer zuhause sind, eine Lebensperspektive haben ohne Krieg, Flucht und Vertreibung.

Wenn Sie die Wahl gewinnen, was werden Sie als Erstes tun?

Heller: Ich werde sofort mit der Planung einer Tagespflege für Pflegebedürftige beginnen. Die meisten Menschen mit Pflegebedarf, so auch in der Gemeinde Chieming, wollen solange es irgend geht, im vertrauten häuslichen und sozialen Umfeld verbleiben. Dabei werden sie überwiegend von ihren Familienangehörigen versorgt und gepflegt. Die Tagespflege schafft einerseits ein fachlich fundiertes Betreuungsangebot für Pflegebedürftige und entlastet andererseits ihre pflegenden Angehörigen spürbar. So können sie die Pflege ihrer Angehörigen verlässlich mit Familie und Beruf in Einklang bringen.

Kommentare