Kommunalwahl 2020

Landratskandidaten im Kreis Rosenheim: Alexandra Burgmaier (SPD) über öffentlichen Nahverkehr

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Alexandra Burgmaier

Die Menschen im Landkreis Rosenheim sind am 15. März 2020 bei der Kommunalwahl aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Neun Kandidaten stehen zur Wahl. Für die SPD tritt Alexandra Burgmaier an. Bis kurz vor der Wahl befragen wir die Kandidaten zu verschiedenen Themen und ergänzen die Artikel.

Alexandra Burgmaier über das Thema Öffentlicher Nahverkehr

Kommunalpolitik muss darauf ausgerichtet sein, das Leben in unseren Kommunen lebenswert zu erhalten oder noch lebenswerter zu machen – durch Verkehrsvermeidung, durch einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr und ein gut ausgebautes und sicheres Fahrradnetz.

Das kürzlich fertiggestellte nachhaltige Mobilitätskonzept des Landkreises, das von der SPD-Kreistagsfraktion initiiert wurde, muss jetzt umgesetzt werden. ÖPNV und Individualverkehr sind dabei sinnvoll zu verknüpfen.

+++ Hier finden Sie eine Übersicht aller Landratskandidaten im Kreis Rosenheim. +++

Mobilität ist ein existentielles Erfordernis für eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. Die Unterstützung eines nutzerfreundlichen, bezahlbaren, öffentlichen Personennahverkehrs sowie eines intelligenten Verkehrsmanagements sind wichtige Ziele für mich.

Neue Mobilitätsformen in Form von öffentlichen Fahrrädern, Car-Sharing, Ruftaxis und die Möglichkeit von Elektromobilität bieten eine attraktive Ergänzung zu bestehenden Angeboten des öffentlichen Verkehrs im Landkreis Rosenheim.

Das sagt Alexandra Burgmaier zum Thema Brenner-Nordzulauf

Der Schutz unserer Bevölkerung vor unzumutbaren Belastungen wie Lärm und Erschütterungen sowie der Erhalt unserer wunderschönen Naturlandschaft hat für mich oberste Priorität. Eine neue oberirdische Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse durch unsere Region muss deshalb verhindert werden.

Der Bedarf neuer Gleise ist nach wie vor nicht geklärt, die Infrastruktur der Bahn wurde in den letzten Jahrzehnten sukzessiv abgebaut, Personalmangel lässt Zweifel an der zuverlässigen Bedienbarkeit neuer Strecken aufkommen.

Bei der Diskussion um den Brenner-Nordzulauf dürfen die Bedürfnisse der Bevölkerung an der Bestandsstrecke nicht vergessen werden, auch diese Bürgerinnen und Bürger gehören vor bestehenden und eventuell noch drohenden Belastungen geschützt.

Mir ist sehr wichtig, dass sich die Region, trotz unterschiedlicher Interessen, je nach Wohnlage, dabei nicht auseinanderdividieren lässt. Sie muss mit einer starken Stimme sprechen, um sich so auch Gehör zu verschaffen.

Der Steckbrief zur Landratskandidatin der SPD

Alter: 51. Wohnort: Raubling.

Familienstand: verheiratet, zwei erwachsene Söhne.

Beruf: Journalistin, stellvertretende Landrätin.

Hobbys: Berggehen, Radeln, Politik. Lebensmotto: „A bisserl was geht immer“.

Seit vielen Jahren gestalte ich als Gemeinde- und Kreisrätin sowie als stellvertretende Landrätin das politische Geschehen in der Region mit. Unsere SPD-Kreistagsfraktion hat in der aktuellen Amtsperiode erfolgreich viele wichtige Impulse setzen können: Die landkreiseigene Wohnungsbaugesellschaft wurde aktiviert und trägt nun endlich zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Landkreis bei.

Angestoßen durch den Antrag unserer Fraktion für ein landkreisweites Mobilitätskonzept, das die Stärkung des ÖPNV und die optimale Vernetzung aller Verkehrsträger zum Ziel hat, wurden im Kreistag die ersten Weichen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität im Landkreis gestellt. Der neue Verbund der Busunternehmen ist bereits ein erster wichtiger Schritt, der zeigt, dass das Konzept Wirkung zeigt.

+++ Kommunalwahl 2020 in Bayern: Hier finden Sie alle Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden im Landkreis Rosenheim. +++

Auch bei Sachfragen wie der wohnortnahen Gesundheitsversorgung (Erhalt der Standorte der Kreiskrankenhäuser, Einrichtung eines Pflegestützpunktes im Landkreis, Stärkung der Suchtbekämpfung und -prävention), der Leistungs- und Serviceverbesserung in der Abfallwirtschaft und dem Erhalt der Hallenbäder im Landkreis setzt sich unsere SPD-Fraktion intensiv ein. Als Landrätin möchte ich an diese Initiativen anknüpfen und gemeinsam mit allen demokratischen Gruppierungen sowie den 46 Kommunen dafür sorgen, dass ein kooperativer und ergebnisorientierter Stil zum Qualitätsstandard der Landkreispolitik wird.

Weiter will ich die Entwicklung des Landratsamts zu einer modernen und bürgerorientierten Behörde mitgestalten. Dazu gehören der Aufbau eines zeitgemäßen digitalen Serviceangebots und ein bürgernaher Zugang zu vielfältigen Beratungs- und Hilfsangeboten des Landkreises. Die Arbeit des Kreistags gehört aufgewertet und transparent gestaltet.

Greta Thunberg ist es mit einfachen Mitteln gelungen, das Thema Klimawandel ganz weit oben auf die Agenda vieler Nationen zu bringen.

Als Landrätin würde ich als erstesdas Gespräch mit allen Abteilungen des Landratsamtes und mit den vielfältigen Institutionen, Vereinen und Verbänden der Region suchen.

Der Klimawandel ist ein wissenschaftlich belegtes, weltweites Problem, das keine Nation ignorieren darf und zu dessen Lösung Politik sowie jeder Einzelne etwas beitragen müssen.

Mit Händen und Füßen würde ich mich als Landrätin gegen alles wenden, was für unsere Bevölkerung und unsere Region von Nachteil wäre.

Mein Lieblingsplatz ist die „Mittagshütte“ im Nicklheimer Moor.

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