STUDIE ÜBER VERTRAUEN IN INSTITUTIONEN

Kirchenkritische Bayern

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Dass die Menschen mehr Vertrauen in die bayerische Staatsregierung und die Parteien haben als in die Kirchen, das darf in Bayern nun wirklich aufschrecken.

Keine Institution polarisiert hierzulande stärker als die Kirchen, hat eine Studie ans Licht gebracht, die die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung in Auftrag gegeben hat. Erkenntnisse aus der Befragung von 2000 Bürgern, die den christlichen Kirchen einen zusätzlichen Stich versetzen.

Ganz neu sind der katholischen und der evangelischen Kirche natürlich die sinkenden Imagewerte nicht. Aber dass die Vertrauenswerte so weit abgerutscht sind, darüber müssen sich die Verantwortlichen ernsthaft Gedanken machen. Es ist nicht nur der Missbrauchsskandal, der seit dem Jahr 2010 die Glaubwürdigkeit in den Grundfesten erschüttert hat. Die konfessionellen Bindungen lösen sich rasend schnell auf – vor allem bei den jüngeren Männern. Wie man junge Menschen für Glauben, für Gott, für die Kirchen gewinnen kann – das sind die existenziellen Fragen, die möglichst bald beantwortet werden müssen. Papst Franziskus lädt im Oktober zu einer Jugendsynode nach Rom. Dort wollen sich die Bischöfe ein umfangreiches Bild von der Jugend, ihren Träumen, ihren Ängsten machen. Mit diesen Erkenntnissen will man neue Wege finden, die Jugend für den Glauben zu gewinnen. Allerhöchste Zeit, wie die bayerische Studie zeigt.

Claudia Möllers

Sie erreichen die Autorin unter

Claudia.Moellers@ovb.net

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