Kein Jagdrecht

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Wölfe in Bayern. Im wild- und waldreichen Deutschland können Wölfe durchaus gut leben.

Da sie schon in einigen Nachbarländern, etwa Frankreich und Polen, herumstreifen, überqueren sie immer wieder unsere Grenzen. Nach allem, was wir wissen, geht für den Menschen von diesen scheuen Tieren keine Gefahr aus. Aber der Wolf reißt, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, Haustiere.

Und hier hilft es, die Debatte sachlich zu führen. Es gibt weit dichter besiedelte Gebiete in Europa als das Bayrischzeller Land, in denen Wölfe heimisch sind, und wo auch Schafe und Kälber auf der Weide stehen. Da der Wolf nach nationalem wie internationalem Recht streng geschützt ist, dürfen die Herden draußen nur passiv beschützt werden. Das geschieht zum Beispiel durch Elektrozäune, Hütehunde oder nächtliche Einstallung.

Allerdings ist das nicht überall möglich und hilft auch nicht hundertprozentig. Zu überlegen wäre, ob man dem Hirten bei einem Angriff auf seine Herde das Recht einräumt, einen reißenden Wolf notfalls auch zu erschießen. Das heißt keinesfalls, Jägern die Jagd auf Wölfe zu erlauben, wie es schon gefordert wurde. Isegrim muss weiter geschützt bleiben, und sein Abschuss darf nur in besonders begründeten Fällen genehmigt werden.

Christian Vordemann

Sie erreichen den Autor unter

Christian.Vordemann@ovb.net

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