Kein großer Wurf

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10 Jahre Rechtschreibreform. Vor zehn Jahren wurde die deutsche Rechtschreibung reformiert.

Was haben wir heftig darum gestritten! Mittlerweile ist der Kas – wie man in Bayern sagt – gessen. Wir Älteren, die noch die frühere Orthographie (heute Orthografie) in der Schule gelernt haben, tun uns zuweilen immer noch schwer mit den Neuerungen. Wir sollten die Schreibregeln aber richtig anwenden, vor allem unseren Kindern zuliebe, die diese Regeln in der Schule lernen müssen. Wirklich viel hat sich ja nicht geändert. Die Rechtschreibreform stiftete zwar viel Verdruss und noch mehr Verwirrung, der große Wurf war sie jedenfalls nicht.

Schreiben wir vor kurzem oder vor Kurzem? Laut Duden geht beides, er empfiehlt Letzteres. Warum auch immer. Man kann eine Sprache mehr phonetisch schreiben so wie es Italiener (nazione) und Spanier (nación) tun. Oder eher nach Herkunft der Wörter wie Franzosen, Engländer und bis zur Reform auch Deutsche (nation/Nation). Statt Potential (englisch/französisch: potential) sollen wir Potenzial schreiben, aber weiter Nation, nicht Nazion. Das ist nicht konsequent.

Heute schreiben nur noch wenige Menschen handschriftlich Briefe, viel mehr Schreiber tippen lieber Kurznachrichten über die neuen Medien und halten es wie die anderen hier erwähnten Nationen: Sie schreiben alles klein.

Christian Vordemann

Sie erreichen den Autor unter

Christian.Vordemann@ovb.net

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