US-PRÄSIDENT TRUMP WILL MANÖVER IN KOREA NICHT WIEDER AUFNEHMEN

„Kein Geld für Kriegsspiele“

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Donald Trumpzeigt derzeit Milde gegenüber Nordkorea

Washington/Peking/Seoul – Trotz mangelnder Fortschritte bei seinen Bemühungen um atomare Abrüstung in Nordkorea will US-Präsident Donald Trump die ausgesetzten Militärmanöver mit Südkorea derzeit nicht wieder aufnehmen.

Es gebe keinen Grund, „große Summen Geld für gemeinsame US-Südkorea-Kriegsspiele auszugeben“, teilte Trump auf Twitter mit. Er warnte zugleich, er könne die von Nordkorea als Provokation empfundenen Manöver sofort wieder aufnehmen – diese würden dann „viel größer als jemals zuvor“.

Trump machte erneut China für die mangelnden Fortschritte verantwortlich. Eine eigene Verantwortung thematisierte er nicht.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte im Gegensatz zu Trump erklärt, es gebe momentan keine Pläne für ein weiteres Aussetzen der Manöver vor der koreanischen Halbinsel. Am Tag darauf verschickte das Pentagon allerdings eine Mitteilung von Mattis, wonach in dieser Hinsicht noch keine Entscheidung getroffen sei.

Der Verzicht auf die Manöver war eine der Konzessionen, die Trump dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nach dem gemeinsamen Gipfel am 12. Juni in Singapur angeboten hatte. Das Pentagon teilte mit, seit dem Gipfeltreffen habe sich die Haltung der USA nicht geändert. Trump erklärte jetzt, er sei „der entschiedenen Ansicht, dass Nordkorea wegen unseres großen Handelsstreits mit der chinesischen Regierung unter enormem Druck Chinas steht. Gleichzeitig wissen wir, dass China Nordkorea bedeutsame Hilfe liefert, einschließlich Geld, Treibstoff, Dünger und verschiedener anderer Güter. Das ist nicht hilfreich!“ Er glaube trotzdem, dass seine Beziehung zu Kim „eine sehr gute und warme ist“. Trump betonte auch seine „sehr starke“ Beziehung zu Chinas Präsident Xi Jinping.

China wies die Anschuldigung Trumps zurück. Hua Chunying, eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums, sprach von einer „lachhaften Logik“ und warf den USA vor, „Tatsachen zu verzerren“. Angesichts der derzeitigen Schwierigkeiten sollten die USA „lieber über sich selbst nachdenken.“

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