NEUE ERMITTLUNGEN GEGEN WINTERKORN

Kaum zu glauben

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Der unfreiwillige Ruhestand wird immer ungemütlicher für den früheren Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn.

Vor wenigen Tagen musste er vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages antreten, der die Frage klären wollte, wann der einst schier allmächtige Vorstandschef von den Abgasmanipulationen im Konzern erfahren hat. Jetzt schlägt die Staatsanwaltschaft zu, mit neuen Ermittlungen und Razzien.

Tatsächlich ist kaum zu glauben, dass ein paar Ingenieure aus eigenem Antrieb am Vorstand vorbei aktiv wurden, um den Schadstoffausstoß von Millionen Fahrzeugen mehrerer Konzernmarken zu frisieren. Zumal sich Winterkorn selbst stets als detailverliebter Technik-Freak gerierte, der am liebsten jede Schraube höchstpersönlich nachgezogen hätte.

Wenn Winterkorn weiter nur zugibt, was sich ohnehin nicht mehr bestreiten lässt, schadet er damit auch dem Volkswagen-Konzern. Der kann an nichts mehr interessiert sein, als an einem schnellen Schlussstrich unter der existenzgefährdenden Krise, in die ihn der Manipulationsskandal getrieben hat. Eine Aufklärung ohne Zutun der Staatsanwaltschaft wäre der allgemeinen Glaubwürdigkeit zuträglicher gewesen. Jetzt muss es eben so gehen.

Corinna Maier

Sie erreichen die Autorin unter

Corinna.Maier@ovb.net

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