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Familienumfrage Wer wissen möchte, was oberbayerische Katholikinnen und Katholiken über kirchliche Sexualmoral und Familienseelsorge denken, der sollte sich die 1260 Seiten mit den Ergebnissen der Familienumfrage zu Gemüte führen.

Angestoßen hat die Umfrage kein geringerer als Papst Franziskus. Denn er will wissen, was die Menschen in allen Teilen der Welt denken über Familienplanung, Sex vor der Ehe, Homosexualität, aber auch Schwangerschaftsverhütung oder die Probleme der wiederverheirateten Geschiedenen. Das Ergebnis ist erschütternd: Die Lehre der Kirche zu Sex und Moral hält der überwiegende Teil der Teilnehmer an der Umfrage für veraltet und realitätsfern.

Das Resultat war erwartbar, aber es hat durch den Auftraggeber einen ganz anderen Wert. Der Papst wollte wissen, wie die Menschen ticken – jetzt liegen die Antworten vor, mit denen er sich zusammen mit den Bischöfen im kommenden Herbst bei einer Synode auseinandersetzen muss. Das eine ist die Analyse der Ergebnisse. Die Gretchenfrage aber ist: Welche Konsequenzen zieht die Kirche aus der Umfrage? Dann wird sich zeigen, ob sich die Reformen von Franziskus vornehmlich auf die Struktur beziehen – oder auch auf die Seelsorge.

Claudia Möllers

Sie erreichen die Autorin unter

Claudia.Moellers@ovb.net

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