Jagd auf Muslimbrüder

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Ägypten „Woche des Zorns“: Mehrere Tote – 300 Festnahmen

Kairo – Nach der Einstufung der islamistischen Muslimbruderschaft als Terrorvereinigung sind in Ägypten innerhalb von zwei Tagen mindestens 300 Anhänger der Organisation festgenommen worden. Allein am Freitag verhaftete die Polizei landesweit 265 Menschen, die einem Demo-Aufruf der Bruderschaft gefolgt waren, wie das Innenministerium mitteilte. Am Donnerstag waren nach Medienberichten 54 Muslimbrüder festgenommen worden. Die Regierung in Kairo hatte die islamistische Organisation am Mittwoch als terroristische Vereinigung eingestuft.

Bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften in der mittelägyptischen Provinz Minia und in der Nildelta-Stadt Damietta wurde am Freitag jeweils ein Demonstrant getötet. In der Nacht zuvor war bei Krawallen in Kairo ein islamistischer Student getötet worden.

Nach Ansicht des Innenministeriums fällt jeder Ägypter, der die Muslimbruderschaft unterstützt oder finanziert, in der Organisation Funktionen ausübt, für ihre Ziele wirbt oder an ihren Kundgebungen teilnimmt, unter die Terrorismus-Bestimmungen des Strafgesetzbuches. Diese sehen Haftstrafen von mindestens fünf Jahren vor. Die Bruderschaft rief ihre Anhänger zu einer „Woche des Zorns“ auf.

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