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Bundestagswahl 2021

Im Ausland an der Wahl teilnehmen? Das müssen Sie wissen

Deutsche, die im Ausland leben, können mithilfe von Briefwahlunterlagen (wie hier auf dem Bild zu sehen) an der Bundestagswahl teilnehmen.
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Deutsche, die im Ausland leben, können mithilfe von Briefwahlunterlagen (wie hier auf dem Bild zu sehen) an der Bundestagswahl teilnehmen.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Sie leben als Deutscher Staatsbürger im Ausland und wollen trotzdem an der Bundestagswahl teilnehmen? So funktioniert es.

Laut der Internetseite des Bundeswahlleiters kann man in Deutschland nur wählen, wenn man in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist. Deutsche, die im Ausland leben und nicht in Deutschland gemeldet sind, werden auch nicht automatisch in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Vor der Bundestagswahl müssen diese Menschen deshalb einen Antrag dafür stellen.

Das Formular ist im Internet auf der Seite des Bundeswahlleiters erhältlich. Außerdem gibt es sie bei deutschen Botschaften und Vertretungen im Ausland, den Kreiswahlleitern in der Bundesrepublik und beim Statistischen Bundesamt in der Zweigstelle Bonn.

Antrag muss 21 Tage vor Wahl vorliegen

Deutsche ohne Wohnsitz in der Republik müssen den Antrag an die Gemeinde senden, in der sie gelebt haben, bevor sie weggezogen sind. Diejenigen, die niemals mindestens drei Monate in Deutschland gewohnt haben, senden den Antrag an die Gemeinde, mit der sie sich am meisten verbunden fühlen. Zum Beispiel eben an den Ort, an dem sie als Grenzpendler arbeiten. Der Antrag muss spätestens am 21. Tag vor der Wahl der zuständigen Gemeinde vorliegen. Diese Frist kann nicht verlängert werden.

Mehr News und Infos zur Bundestagwahl finden Sie hier

Wahlberechtigt ist jeder Volljährige, der entweder ab dem Tag des 14. Geburtstages mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik gelebt hat. Außerdem darf diese Zeit nicht länger als 25 Jahre zurückliegen.

Im Ausland lebende Deutsche sind ebenfalls wahlberechtigt, wenn sie „persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind“. Eine komplizierte Formulierung. Hier muss immer der Einzelfall geprüft werden.

Wahl funktioniert per Brief

Drei Beispiele: Ein deutscher Journalist, der als Korrespondent eines deutschen Mediums im Ausland lebt und tätig ist, darf an der Bundestagswahl teilnehmen. Auch eine Deutsche, die seit 25 Jahren in den Niederlanden lebt und seitdem für ihre Arbeit nach Deutschland pendelt, darf wählen. Ein deutscher Staatsangehöriger im Ausland kann auch berechtigt sein, wenn er in Verbänden oder Parteien in Deutschland mitarbeitet und so am dortigen politischen und gesellschaftlichen Leben teilnimmt. Über die Wahlberechtigung entscheidet am Ende die zuständige Gemeinde.

Deutsche, die nur vorübergehend im Ausland leben (zum Beispiel wegen eines längeren Urlaubs) und nach wie vor in Deutschland gemeldet sind, können per Briefwahl an der Abstimmung teilnehmen.

Ist man wahlberechtigt, erhält man Briefwahlunterlagen. Lebt man in einem Land mit einem langsamen oder unzuverlässigen Postsystem, kann man seine Wahlunterlagen per Kurier über die jeweilige deutsche Auslandsvertretung versenden.

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