Illusion von Sicherheit

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Nach dem Terroranschlag von Tunis. Sicherheit?

Ein schönes Wort, und seit langem nur noch eine Illusion. Die Terrorakte von Paris und nun erneut im Ferienparadies Tunesien machen es nur allzu deutlich: Es gibt keinen Schutz gegen Fanatiker, die nicht nur morden, sondern jederzeit bereit sind, ihr eigenes Leben einzusetzen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Tunesien, das nahe daran war, die politischen Ziele des „Arabischen Frühlings“ umzusetzen, in ihr Visier geraten würde.

Man muss Lehren aus dem Terror von Tunis ziehen: Dass wir uns zu sehr und oft fahrlässig in Sicherheit wähnen; dass man vielleicht den deutschen, aber ganz sicher nicht den Sicherheitsbehörden in islamischen Ländern vertrauen kann – die auch nach Tunis wieder von einem „gnadenlosen Kampf gegen den Terror bis zum letzten Atemzug“ faseln; dass Tunesien weder demokratisch gefestigt noch beruhigt ist. Und dass der islamistische Terror nicht nur die Tunesier, Ägypter oder Syrer herausfordert, sondern alle frei denkenden und frei lebenden Menschen.

Er bedarf einer internationalen Antwort. Und das schnell. Mit verbalen Kraftakten ist es sowenig getan wie mit der Unterstützung einiger den Radikalen Paroli bietenden Gruppen. Auf dem Vormarsch sind die Islamisten. Die Szenerie zwischen dem Irak und Algerien beherrschen sie bereits – also den gesamten südöstlichen Rand Europas.

Werner Menner

Sie erreichen den Autor unter

Werner.Menner@ovb.net

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