Hilfe für kleine Patienten mit seltenen Krankheiten

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Zwei Stiftungen, zwei Preise – ein festlicher Abend im Schloss Nymphenburg: Am Donnerstag wurde unter der Schirmherrschaft von Herzog Franz von Bayern und dessen Initiative „Pro.movere – mehr bewegen“ nicht nur Königin Silvia mit dem Bayerischen Stifterpreis geehrt.

Im festlichen Hubertussaal wurde auch der Care-for-Rare Science Award (50 000 Euro) verliehen, mit dem innovative Forschungsprojekte zu seltenen Krankheiten gefördert werden. Die Stiftung (Infos unter care-for-rare.org) ist am Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität angesiedelt. Die Vision der verantwortlichen Mediziner rund um Prof. Christoph Klein und Prof. Andreas Staudacher: Weltweit sollte kein Kind an seiner seltenen Krankheit sterben müssen. Über 7000 seltene Krankheiten sind derzeit bekannt, allein in Deutschland sterben nach Angaben der Care-for-Rare Foundation jährlich 2000 Kinder. Der diesjährige Preisträger: Prof. Heymut Omran vom Universitätsklinikum Münster. Er erforscht mit seinem Team eine seltene angeborene Erkrankung der Atemwege („Primäre Ciliäre Dyskinesie“). Betroffene Kinder leiden von Geburt an an wiederkehrenden Infekten, die zu einer dauerhaften Schädigung der Lungenfunktion führen. Die Erkrankung geht in etwa der Hälfte der Fälle mit einer spiegelverkehrten Anordnung der inneren Organe einher. Die Gendefekte, die der Grund für die Krankheit sind, stören zudem die Funktion der Flimmerhärchen und so den natürlichen Selbstreinigungsprozess der Atemwege. Noch ist die Erkrankung, die laut „Pro.movere“ bei etwa einem von 20 000 Neugeborenen auftritt, recht unbekannt. Mit seinem Forschungsprojekt will Prof. Omran vor allem die Diagnostik verbessern, um den kleinen Patienten möglichst früh mit der richtigen Behandlung helfen zu können.  mm

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