Das Gründungsdokument der bayerischen Gebirgsschützen

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Weiß-blaues Heiligtum: Museumsleiterin Elisabeth Hinterstocker zeigt die Landfahne der Gebirgsschützen, die vermutlich um die Jahre 1616/17 entstand. Jetzt ist sie im Stadtmuseum von Bad Tölz verwahrt. Foto: A. Pröhl

„Es ist naheliegend, dass die Fahne auch 1705 dabei war“, sagt Martin Haberfellner, der stellvertretende Landeshauptmann der Gebirgsschützen.

Die Landfahne mit weiß-blauem Rautenmuster und der in den Himmel auffahrenden Gottesmutter wurde erst von einigen Jahren restauriert. Sie entstand vermutlich um die Jahre 1616/17, also in der Zeit, da der fromme Wittelsbacher Kurfürst Maximilian (regierte 1598 bis 1651) Maria zur offiziellen Staatspatronin Bayerns erklärt hatte.

Die Tölzer Schützen waren die Speerspitze bei den Kämpfen gegen die Österreicher, die mit der Sendlinger Mordweihnacht blutig endeten.

Vermutlich jahrhundertelang wurde die Fahne bei Umzügen und Aufmärschen der Schützen immer wieder mitgeführt – zuletzt dann 1955 beim Tod von Kronprinz Rupprecht. Dann kam jemand auf die Idee, das mittlerweile ziemlich zerfledderte gute Stück fortan lieber im Museum zu verwahren. Das geschichtsträchtige Kleinod ist dort allerdings nur bei besonderen Anlässen zu sehen – normalerweise liegt es sicher im Depot.

Noch ein weiteres historisches Stück wird bei Bad Tölz verwahrt: Die Fahne der Gaißacher Gebirgsschützen mit dem Heiligen Michael dürfte nur wenige Jahrzehnte jünger sein. Die Fahne ist allerdings in Privatbesitz.   Dirk Walter

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