Wurde mit 28 Jahren Grabenstätter Bürgermeister

Bürgermeister-Urgestein Georg Schützinger gibt nach 36 Jahren Amt ab

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Der scheidende Grabenstätter Bürgermeister Georg Schützinger (CSU/links) gratulierte am Wahlabend seinem Nachfolger Gerhard Wirnshofer (rechts). Wirnshofer war gemeinsamer Bürgermeister-Kandidat von Bürgergruppe und Freien Wählern Grabenstätt.

Grabenstätt - Der dienstälteste Bürgermeister der Region 18 geht am 1. Mai in den (Un-)Ruhestand – 36 Jahre lang lenkte Georg Schützinger die Geschicke der Gemeinde Grabenstätt.

Der scheidende Grabenstätter Bürgermeister Georg Schützinger (CSU), der am 1. Mai seine Amtsgeschäfte an Gerhard Wirnshofer (gemeinsamer Kandidat von Bürgergruppe und Freien Wählern) übergeben wird, ist der dienstälteste Rathauschef der Region 18, sprich der Landkreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim, Altötting und Mühldorf sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim. 

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1984 war er im Alter von 28 Jahren (mit 28 Stimmen Vorsprung) von den Bürgern erstmals gewählt worden. Fünf weitere erfolgreiche Kommunalwahlen folgten. Ende 2018 machte er öffentlich, dass er sich nicht für eine siebte Amtszeit bewerben werde. In seiner fast vier Jahrzehnte währenden Amtszeit leitete Schützinger über 500 Ratssitzungen. „Ich habe nie eine Gemeinderatssitzung verpasst, nur eine Bauausschusssitzung, da war ich krank“, so der bald 65-jährige Vollblutpolitiker. Als Eheschließungsbeamter der Gemeinde hat er gut 1200 Trauungen vollzogen. 

Übernommen hat Schützinger die Gemeinde mit 1,14 Millionen Schulden und trotz gewaltiger Investitionen ist diese seit 2006 schuldenfrei. Zu den größeren Maßnahmen in seiner Amtszeit zählen der Bau des Ringkanals 1985 und dessen Einweihung 1989 durch den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee, die Planung, der Bau und die Inbetriebnahme der Grundschule 1990 bis 1993, der Neubau des Gemeindekindergartens 1997/1998 in Erlstätt, der Neubau des dortigen Feuerwehrgerätehauses 2000/2001, die Städtebauförderungsmaßnahmen in Grabenstätt seit 1996, die Einweihung der Grabenstätter Umgehungsstraße 2006, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Grabenstätt 2008, die Gewerbegebietsausweisung Oberwinkl 2008 unweit der Autobahn, der Neubau des Pfarrkindergartens mit Krippe 2010, der Bau der Grabenstätter Turn- und Mehrzweckhalle 2011 bis 2013 sowie die Errichtung der Kinderkrippe an der gemeindlichen Kindertageseinrichtung in Erlstätt 2014 und deren Erweiterung 2018/2019. 

In Schützingers 36-jähriger Amtszeit gab es mit Peter Drechsler nur einen gemeindlichen Kämmerer und mit Andreas Lindlacher und Peter Lex nur zwei gemeindliche Geschäftsleiter. Besonders am Herzen liegen ihm seit jeher die Vereine. Aktuell ist er Ehrenvorsitzender des GTEV Grabenstätt und Vorsitzender des Freundes- und Fördervereins Kreisaltenheim Grabenstätt. Zudem gehört er seit vielen Jahren dem Grabenstätter Pfarrgemeinderat an. Schützinger sitzt seit 1990 für die CSU im Traunsteiner Kreistag und dürfte diesem aller Voraussicht nach auch in den kommenden sechs Jahren angehören. 

mmü

Quelle: rosenheim24.de

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