4 FRAGEN AN

„Es gibt Konfliktpotenzial“

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Hanspeter Mair

Hanspeter Mair, DAV-Geschäftsbereichsleiter Alpine Raumordnung, über den Trend des E-Mountainbikens und die Folgen fürs Gebirge.

Was halten Sie vom Trend E-Mountainbike?

Der Trend wird sich nicht mehr aufhalten lassen. Der Deutsche Alpenverein hat sich schon 2015, allerdings mit kritischem Blick, dem Thema geöffnet. Denn E-Bikes bringen Menschen wieder in Bewegung, die es aus eigener Kraft nicht mehr so schaffen. Und speziell E-Mountainbikes können Konditionsunterschiede ausgleichen. Aber gleichzeitig kommen Menschen ins Gebirge, die wenig Erfahrung haben.

Sind E-Biker ein Problem für die Berge?

Die Zahl der Menschen, die ins Gebirge geht, steigt – auch ohne E-Biker. Grundsätzlich ist das kein Problem, solange sich die Menschen darüber bewusst sind, wo sie sich aufhalten und sich nicht durch Selbstüberschätzung in Gefahr bringen.

Fallen E-Biker negativ auf?

Auch nicht mehr, als manch andere. Menschen, die vorher mit dem Mountainbike unterwegs waren und auf ein E-Mountainbike umsteigen, kennen den Lebensraum Alpen. Wer aber das Gebirge neu entdeckt und das auch noch auf einem neuen Fortbewegungsmittel, läuft Gefahr, sich selbst zu überfordern.

Können Kurse helfen, dass unerfahrene E-Biker besser im Umgang mit den Rädern werden?

Ich sehe neben uns die Verleiher im Tal und die Tourismusverbände in der Verantwortung. Sie sollten den unerfahrenen E-BikerInnen Kurse vermitteln oder sie auf geführte Touren schicken.

Interview: Aglaja Adam

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