Die SPD mag die Gauner doch

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Die Genossen und ihr Einwanderungsgesetz. Im Streit um den Mindestlohn und die dafür nötigen Dokumentationspflichten schalt die SPD-Generalsekretärin deutsche Unternehmer soeben noch, sie seien entweder „zu doof“ oder „Gauner“.

Aber wenn es um mehr Zuwanderung geht, entdeckt sogar die SPD ihre Liebe zur Wirtschaft. Dann soll flugs ein „Einwanderungsgesetz“ her, um den Fachkräftemangel zu beheben.

Sollten sich unter den 500 000 Menschen, die 2014 per Saldo in die Bundesrepublik strömten (darunter, wie beteuert wird, jede Menge „hochgebildete“ Syrer), etwa nicht genügend Leute finden, die sich für die meisten offenen Jobs (nach)qualifizieren ließen? Das wäre nun wirklich ein schlimmes Armutszeugnis für das Einwanderungsland, das Deutschland laut SPD und Grünen doch so händeringend gern sein will. Die SPD treibt die Absurdität ihrer Politik auf die Spitze: Die eigenen hochqualifizierten Arbeitnehmer, die die Genossen jetzt schon mit 63 in Rente schicken, sollen also durch Zuwanderer aus Indien und sonst woher ersetzt werden.

Nebenbei bemerkt: Auch das kanadische Punktesystem, das Einwanderer nach Qualifikation, Bedarf und Sprachkenntnissen sortiert, ist längst nicht mehr so vorbildlich, wie es von der SPD gepriesen wird. Seit sich in Kanada herumgesprochen hat, dass sich ein gar nicht so geringer Teil der hochqualifizierten Zuwanderer tatsächlich als Taxifahrer und Tellerwäscher verdingt, legt man dort gesteigerten Wert auf eine nachgewiesene Jobofferte. Ein solches Modell gibt es unter der Bezeichnung „Blue Card“ anderswo bereits. Nämlich in Deutschland.

Georg Anastasiadis

Sie erreichen den Autor unter

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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