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„Für Putin zählt nur Power“

„Ich habe eine Frage“: Selenskyj-Berater erbost über Merkels „sehr erstaunliche“ Putin-Aussagen

Merkel und Putin
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Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am Rande des G20-Gipfels 2019 in Osaka mit Kremlchef Wladimir Putin.
  • Franziska Schwarz
    VonFranziska Schwarz
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„War das nicht etwa klar?“: Die jüngsten Äußerungen der Ex-Kanzlerin zu ihrem damaligen Verhältnis zum Kremlchef sind für Mychajlo Podoljak nur Ausreden.

München/Kiew - Vom jüngsten Interview, das Angela Merkel gegeben hat, blieb vor allem ein Satz hängen: „Für Putin zählt nur Power“. Unter anderem mit diesem Satz rechtfertigte die Ex-Bundeskanzlerin ihren damaligen Kurs gegenüber Kremlchef Wladimir Putin. Mychajlo Podoljak ist Berater im ukrainischen Präsidentenamt und reagierte prompt auf das Spiegel-Interview: „Warum sagt man heute, dass man am Ende der Kanzlerschaft erkannt hat, dass Putin nur Macht versteht?“, empörte er sich gegenüber der Bild.

„War das etwa nicht klar?“, fragte Podoljak weiter und verwies etwa auf die Annexion der Krim durch Russland 2014, Jahre bevor dem russischen Überfall auf die Ukraine. Merkels Aussagen seien „sehr erstaunlich“, befand der Berater von Wolodymyr Selenskyj.

Reaktionen auf Merkel-Interview zum Ukraine-Krieg: „Wie lange war sie Kanzlerin?“

„Ich habe eine Frage zu Frau Merkel: Wie lange war sie Kanzlerin? Mehrere Amtszeiten. Putin ist doch nicht erst seit 2021 Präsident!“ Merkel hätte schon vor Jahren den Kriegstreiber in Putin erkennen und ihn aufhalten müssen, so Podoljaks Einschätzung. Merkel versuche, ihre „Sünden wegzubeten, doch das wird nicht funktionieren“, schimpfte er.

Deutschland hätte Gas-Importe aus Russland, beenden sowie russische Propaganda-Kanäle wie RT (vormals Russia Today) oder Sputnik schon vor dem Ukraine-Krieg hierzulande untersagen können. Die Verbreitung der russischen Staatsmedien ist in der EU seit Anfang März verboten, weil ihnen Kriegspropaganda vorgeworfen wird. In Deutschland setzen Internet-Provider die Sperrung von entsprechender Webseiten auf Empfehlung der Bundesnetzagentur um.

Wladimir Putin: Die politische Karriere des russischen Staatschefs in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
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Merkel zu Putin-Verhältnis: „Ich hatte nicht mehr die Kraft, mich durchzusetzen“

Die CDU-Politikerin Merkel hatte dem Spiegel außerdem gesagt, sie habe noch im Sommer 2021 versucht, mit dem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron ein eigenständiges europäisches Gesprächsformat mit Putin herzustellen. „Aber ich hatte nicht mehr die Kraft, mich durchzusetzen, weil ja alle wussten: Die ist im Herbst weg.“ (frs mit dpa-Material)

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