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Debatte um Kondolenzschreiben

Gänswein dementiert Todessehnsucht von Papst Benedikt

Papst Benedikt XVI.
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In einem Kondolenzschreiben für einen Freund hatte Benedikt XVI. geschrieben, dass sein früherer Kollege im Jenseits angelangt sei und er hoffe, „dass ich mich bald hinzugesellen kann“.

Der 94-Jährige bereite sich angesichts seines Alters zwar „bewusst auf den Tod vor“. Er sei aber „absolut lebensfroh“, versichert sein Privatsekretär, nachdem ein Schreiben Benedikts für Gerüchte gesorgt hatte.

Rom - Der emeritierte Papst Benedikt hat nach Aussage seines Privatsekretärs Georg Gänswein keine Todessehnsucht.

Der Erzbischof trat Interpretationen entgegen, die nach einem Kondolenzschreiben des 94-Jährigen für einen gestorbenen Freund aufkamen. Darin hatte Benedikt XVI geschrieben, dass sein früherer Kollege im Jenseits angelangt sei und er hoffe, „dass ich mich bald hinzugesellen kann“.

Das Schreiben sei „lieb gemeint und kommt von Herzen“, sagte Gänswein der „Bild“, „ist aber nicht damit zu übersetzen, dass Papst Benedikt keine Lust mehr hat, zu leben. Im Gegenteil.“

„Gesegnet mit seinem ihm typisch-bayerischen Humor“

Angesichts des hohen Alters und der körperlichen Verfassung bereite sich Benedikt zwar „bewusst auf den Tod vor“, sagte der Vertraute des Pontifex. „Das macht Papst Benedikt seit vielen Jahren. Dennoch ist er absolut lebensfroh. Stabil in seiner physischen Schwäche, glasklar im Kopf und gesegnet mit seinem ihm typisch-bayerischen Humor.“

Benedikt hatte in dem Beileidsbrief für seinen früheren Regensburger Professorenkollegen und Freund Gerhard Winkler geschrieben, dass ihn die Nachricht von dessen Tod „tief getroffen“ habe. Der gebürtige Bayer lebt seit seinem Amtsverzicht im Februar 2013 in einem Kloster in den vatikanischen Gärten. 2020 starb sein Bruder Georg Ratzinger. dpa

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