NEUN OBJEKTE DURCHSUCHT – POLIZEI: BEWEISMITTEL SICHERGESTELLT

G20-Gewalt: Razzien in vier Ländern

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Hamburg – Knapp elf Monate nach den schweren Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei am Dienstag in Spanien, Italien, Frankreich und der Schweiz insgesamt neun Objekte durchsucht.

Die Ermittlungen der Hamburger Sonderkommission „Schwarzer Block“ richteten sich hauptsächlich gegen Verdächtige, die an den Ausschreitungen an der Hamburger Elbchaussee am 7. Juli 2017 beteiligt gewesen sein sollen. Dabei hatte ein „schwarzer Mob“ von bis zu 220 Randalierern brandschatzend getobt, zahlreiche Autos angezündet und mehrere Streifenwagen angegriffen.

Bei den Durchsuchungen seien umfangreiche Beweismittel wie Datenträger, Schriftstücke und Tatbekleidung sichergestellt worden, sagte der Leiter der Soko „Schwarzer Block“, Jan Hieber. Den Verdächtigen war die Polizei durch eine öffentliche Fahndung und die Auswertung von Videomaterial auf die Spur gekommen. An allen Einsätzen, die von den jeweiligen Polizeien der betroffenen Länder durchgeführt wurden, seien auch Beamte der Hamburger Soko beteiligt gewesen.

Ein zwischenzeitlich in der Schweiz festgenommener 27-Jähriger sei nach der Durchsuchung seiner Wohnung wieder freigekommen. Bei dem Mann handele es sich um einen Angehörigen der Anarchisten-Szene. Die Polizei hatte ihn in einem Wohnmobil ausfindig gemacht. In Frankreich laufe die Fahndung nach einem Verdächtigen weiter, gegen den ein EU-Haftbefehl erwirkt worden sei.

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