Feuergefecht an Israels Grenze

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Nahost-Konflikt . Spanischer UN-Soldat getötet – Schwerste Kämpfe seit dem Krieg 2006.

Jerusalem/Beirut – Bei den schwersten Gefechten an Israels Grenze zum Libanon seit fast einem Jahrzehnt sind drei Menschen getötet worden. Ein spanischer UN-Soldat starb bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon. Israels Armee reagierte auf den Tod zweier Soldaten. Ihr Fahrzeug wurde von einer Panzerabwehrrakete der Hisbollah-Miliz getroffen. Sieben Soldaten erlitten Verletzungen. Mitglieder der israelischen Regierung und Opposition forderten einen harten Gegenschlag.

Als Reaktion auf den Beschuss des Fahrzeugs feuerte Israel Dutzende Geschosse auf den Süden Libanons. Militante Libanesen hätten auch israelische Militärstützpunkte nahe Har Dov und Hermon auf den Golanhöhen mit Mörserfeuer belegt, sagte ein israelischer Militärsprecher. Die UN-Sonderkoordinatorin Sigrid Kaag äußerte sich besorgt über die Lage im Grenzgebiet. Sie forderte alle Parteien zur Zurückhaltung auf.

Der israelische Rundfunk sprach von den schlimmsten Gefechten seit dem Zweiten Libanon-Krieg im Jahre 2006. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte „jeden, der uns an der Nordgrenze herausfordern will“. Die Armee sei darauf vorbereitet, „an allen Fronten mit aller Macht vorzugehen“.

Der schwere Zwischenfall ereignete sich in einem seit Jahrzehnten umstrittenen Grenzabschnitt. Das 25 Quadratkilometer große Gebiet am Westhang des Hermon-Bergmassivs wird seit 1967 von Israel kontrolliert, aber vom Libanon beansprucht. In den oberen Lagen des Grenzstreifens unterhält Israels Armee Außenposten.

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