Nächster Rückschlag nach Austrittswelle

Nach Thüringen: Bundesweiter Umfrage-Schock für die FDP - auch weitere Partei spürbar im Sinkflug

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Nach dem Debakel bei der Thüringen-Wahl muss die FDP einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Partei fiel in einer Umfrage nun deutlich zurück.

  • Nach dem Eklat bei der Thüringen-Wahl setzt es den nächsten Tiefschlag für die FDP.
  • Bundesweit reagierten FDP-Mitglieder mit zahlreichen Parteiaustritten.
  • Nun sank die FDP in einer Umfrage auf sechs Prozentpunkte.

Nach dem Eklat bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen folgt nun ein weiterer Rückschlag für die FDP - die Liberalen verlieren nun offenbar auch bundesweit an Zuspruch. In einer neuen Umfrage sackt die Partei ab.

FDP im Umfrage-Tief: Wahl-Eklat von Thüringen kostet drei Prozentpunkte 

Die Liberalen stehen bei den Wahlberechtigten nicht mehr allzu hoch im Kurs und verlieren zunehmend an Rückhalt. Dies geht aus einer Umfrage des RTL/n-tv-Trendbarometers des Forsa-Instituts hervor, die am Wochenende veröffentlicht wurde. Ihr zufolge würde die Lindner-Partei aktuell gerade einmal sechs Prozent der Wählerstimmen erhalten. 

Im Januar und Februar lag die FDP noch bei acht bis neun Prozent, der Eklat bei der Ministerpräsidenten-Wahl warf sie nun um drei Prozentpunkte zurück. Bundesweit war die FDP in Bedrängnis geraten, weil sie gemeinsam mit der AfD für den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich gestimmt hatten, der kurze Zeit später sein Amt wieder abgab. Infolgedessen trat auch Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Vorsitzende zurück, dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner wurde in einer Sondersitzung das Vertrauen ausgesprochen.

FDP im Umfrage-Tief: Auf den Eklat folgen bundesweite Austrittswelle - auch AfD verliert in Umfrage

Unmittelbare Folge der Thüringen-Wahl war eine deutschlandweite Austrittswelle in der Partei. So traten in Hessen und Bayern rund 90 Menschen aus der FDP aus, zugleich gab es vergleichsweise wenige Aufnahmeanträge. Die Wahl-Prognosen der FDP sind nichtsdestotrotz verheerend. 

Die stärksten Verluste bei der Umfrage des RTL/n-tv-Trendbarometers verzeichnete neben der FDP die AfD, die von elf auf neun Prozent sank. Schwarz-Grün würde gemäß der Umfrage bei einer Neuwahl mit 51 Prozent eine Mehrheit erhalten. Auch Grün-Rot-Rot wäre mit 48 Prozent möglich, wenn mehrere Klein-Parteien die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen und somit nicht das Parlament erreichen würden.

Da Dorothee Bär dem Kurzzeit-Ministerpräsidenten von Thüringen auf Twitter gratuliert hatte, schossen die Fans des FC Bayern gegen Bär. Thema sind die Folgen der Thüringer Regierungskrise am 16. Februar auch bei Anne Will.

Die FDP im Landkreis geht auf Distanz zum Brucker Stadtrat Herwig Bahner. Nach einem rechtsextremen Facebookpost verlangen Politiker von ihm eine „öffentliche Erklärung des Bedauerns“.*


ajr

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Carsten Koall

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