Wir fangen erst an zu reden

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Legalisierung von Cannabis. 25 000 Stimmen für legalen Stoff.

Dass Bayerns Cannabis-Befürworter das schaffen würden, hatten nicht viele geglaubt. Am Freitag haben die Streiter um Wenzel Cerveny ihre lange Stimmen-Liste im Innenministerium abgegeben. Wirklich respektabel – denn nun muss sich das Ministerium mit dem Thema Cannabis-Legalisierung auseinander setzen, ob es will oder nicht.

Trotzdem werden die Initiatoren ihr Ziel, ein Volksbegehren und ein bayerisches Hanf-Gesetz durchzusetzen, wohl kaum erreichen. Über den Gebrauch von Rauschmitteln entscheidet der Bund, das ist eindeutig. Und an einen bayerischen Alleingang ist nicht zu denken. Denn so anders, wie es Cerveny gern hätte, ticken die Uhren hierzulande nun auch nicht.

Immerhin hat die Initiative schon jetzt eines geschafft: Sie hat gezeigt, dass es beim Thema Cannabis-Konsum Gesprächsbedarf gibt. Dabei haben sie nicht nur Teile der politischen Opposition auf ihrer Seite. Zunehmend sprechen sich auch Juristen, Psychologen, Ärzte für eine Liberalisierung des restriktiven Gesetzes aus. Sie haben gute Argumente, die sich auch die Politik mit kühlem Kopf anhören sollte. Denn eines ist klar: Die Diskussion hat gerade erst begonnen.

Marcus Mäckler

Sie erreichen den Autor unter

Marcus.Maeckler@ovb.net

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