Falsche Propheten

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Das große Job-Sterben in der Solarindustrie Drei große Prophezeiungen standen Pate bei der deutschen Energiewende.

Die erste lautete: Die Sonne schickt uns keine Rechnung. Die zweite Verheißung handelte von der Rettung der Umwelt, die dritte von einem Jobwunder, das die deutschen Grünstrompioniere – und mit ihnen das ganze Land – reich machen werde.

Heute dämmert immer mehr Bundesbürgern, dass sie falschen Propheten aufgesessen sind: Das Versprechen des damaligen Grünen-Gurus Jürgen Trittin, die Energiewende werde die Bürger im Monat nicht mehr kosten als eine Kugel Eis, taugt bestenfalls noch als abschreckendes Beispiel für die Rechenkünste öko-bewegter Finanzpolitiker, während sich Heerscharen von Subventionsjägern auf Kosten der Stromverbraucher die Taschen füllen. Auch der Scheck auf die Umwelt ist längst geplatzt: Wegen des Wegfall des Atomstroms wurde hierzulande zuletzt so viel klimaschädliche Kohle verbrannt wie zuletzt vor 20 Jahren.

Wenig überraschend meldet jetzt das Statistische Bundesamt also auch noch ein dramatisches Jobsterben in der Solarwirtschaft. Geprellte Prokon-Gläubiger ahnen, dass es in der Windkraftbranche nicht anders kommen wird: Deutsche Stromkunden zahlen mit ihren Öko-Abgaben, bisher 110 Milliarden Euro, die Lernkurve der ganzen Welt. Die gute Nachricht: Die von uns allen teuer bezahlten Jobs sind ja nicht weg – sie sind nur leider jetzt in China.

Georg Anastasiadis

Sie erreichen den Autor unter

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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