Fachkräftemangel

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USA fordern Sanktionen gegen die Ukraine Die Ukraine droht zu zerreißen.

Und die EU ist mit einem Problem konfrontiert, das – egal wie es gelöst wird – immense Auswirkungen auf Europa haben wird. Die EU muss handeln. Aber wie? Die Außenbeauftragte Catherine Ashton präsentiert sich gewohnt ideenlos. Zu ihrer Verteidigung muss aber gesagt werden, dass es bei dem Aufstand in Kiew um sehr viel geht: Um Demokratie, um Freiheit für die Menschen – und darum, einen weiteren Kalten Krieg mit neuer Blockbildung (wie sie Kremlchef Putin anzustreben scheint) zu verhindern. Taktisches Feingefühl ist gefragt.

Vorsicht also bei lauten Rufen nach Sanktionen. Sie treffen erfahrungsgemäß nie die, die sie treffen sollen. Vorsicht auch vor Fehlschlüssen. Dass Putin für die Ukraine gedachte Gelder auf Eis gelegt hat, heißt nicht, dass er die Ukraine aus seinem Machtspiel streicht. Im Gegenteil. Der Kreml-Herr wird reagieren, sobald der Westen Druck macht – und er wird dabei ganz sicher nicht an die Reformer und pro-europäischen Kräfte in Kiew denken.

Sachlichkeit ist auch bei der zweifelsohne berechtigten Empörung über Putin angesagt: Analysiert man in Ruhe, so wird man sehr schnell feststellen, dass die direkten Eingriffs-Möglichkeiten der Europäer arg begrenzt sind. Nicht aber der diplomatische Spielraum. Was fehlt, ist ein EU-Schwergewicht, das dieses mächtige Instrument beherrscht. In Europa besteht akuter Fachkräftemangel.

Werner Menner

Sie erreichen den Autor unter

Werner.Menner@ovb.net

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