Facebook-Skandale Die Führungsfrage FRIEDEMANN DIEDERICHS

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Facebook-Skandale. Die Führungsfrage .

FRIEDEMANN DIEDERICHS

Dass Hacker sich Zugang zu 50 Millionen Facebook-Konten verschafft haben, ist die jüngste Peinlichkeit in einer Reihe von Skandalen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und sein Team wurden offenbar so kalt erwischt, dass sie noch nicht mal wissen, ob eines der Konten von den Übeltätern benutzt worden ist – und wer die Daten-Gangster sind. Wie schon zuvor scheint nicht Expertise, sondern Hilflosigkeit den Internet-Giganten zu regieren.

Zu den vielen Daten-Pannen kommen Bedenken über die Verbreitung von „Fake news“ und eine Politisierung der Plattform durch russische Aktivisten, die seit dem Wahlsieg Donald Trumps noch zugenommen haben. Dass sich die Firma Cambridge Analytica im Auftrag der US-Republikaner Millionen privater Daten sichern konnte, führte zwar zu einer Kongressanhörung. Zuckerberg gab Fehler zu, wirkte aber hilflos und überfordert.

Obwohl der politische Druck auf das soziale Netzwerk stieg, gab es keine sichtbaren personellen Konsequenzen auf das Missmanagement. Zuckerberg ist weiter „König“, auch der Stuhl von Sheryl Sandberg wackelt nicht, obwohl sie mehr Zeit mit Buchprojekten als der Führung des Konzerns verbringt. Die Dauer-Probleme werden sich aber nur lösen lassen, wenn neue Gesichter die Herausforderungen angehen. Zeit für Zuckerberg und Sandberg, sich aus dem Management zu verabschieden.

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