Exzessiver Drogenkonsum

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Jugendliche in Bayern und Sachsen stark gefährdet München – Komatrinken, Crystal, Internet: Jugendliche in Deutschland riskieren mit süchtig machenden Stoffen und Spielen massenhaft ihre Gesundheit und Lebenschancen.

Hunderttausende schrecken auch vor exzessivem Konsum nicht zurück. Das geht aus dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht 2013 hervor. Vor allem in Bayern und Sachsen riskieren demnach immer mehr junge Menschen mit Crystal ihre Gesundheit. Das billige Rauschgift setzt Konsumenten blitzartig unter Strom und macht rasant schnell abhängig. Oft wird es in Drogenküchen in Tschechien produziert.

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der 10- bis 20-Jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung in die Klinik gebracht wurden, um 354 – auf 26 349 im Jahr 2011. Erstmals lag die Zahl der Mädchen und Frauen mit 10 092 Fällen über der Zehntausender-Marke. Mit 41,9 Prozent versetzten sich zuletzt etwas weniger junge Erwachsene regelmäßig in Vollrausch. Alkohol zählt insgesamt zu den gefährlichsten Risiken. So trinken 44,6 Prozent der 18- bis 29-jährigen Männer riskant viel. Insgesamt trinken Frauen und Männer laut offiziellen Kriterien zu 27,2 Prozent gefährlich viel. Mit 9,6 Litern pro Kopf sei der Alkoholkonsum in Deutschland vergleichsweise hoch. „Durch Alkoholmissbrauch entstehen in Deutschland erhebliche gesundheitliche und ökonomische Schäden“, klagt die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP).

Von den illegalen Drogen wird Cannabis am häufigsten konsumiert. Bei einer Befragung gaben unverändert mehr als 13 Prozent der jungen Erwachsenen an, Cannabis geraucht oder genommen zu haben.

Bundesweit hat der Bericht rund 250 000 krankhafte Glücksspieler ausgemacht sowie 560 000 Internet-Abhängige: 2,5 Millionen hingen zu oft am Netz. Die Risiken bei Onlinespielen sind Kontrollverlust und ein Absterben des sozialen Lebens. 100 000 Jugendliche zwischen 14 und 16 sollen krankhaft süchtig sein.

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