Experte: Riskante Dreier-Koalitionen

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Der Jenaer Parteienforscher Torsten Oppelland hält Dreier-Koalitionen für politisch riskant, weil der Zwang zu Kompromissen sehr hoch sei.

„Die Kompromissfähigkeit wird noch stärker herausgefordert als bei Regierungen mit zwei Partnern“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das könnte bei den Wählern den Eindruck der Beliebigkeit erwecken und die politischen Ränder weiter stärken. Nach den Landtagswahlen wird in Sachsen-Anhalt derzeit eine schwarz-rot-grüne Koalition ausgelotet, in Rheinland-Pfalz eine Ampel aus SPD, CDU und FDP. Eine Alternative dazu außer Neuwahlen sei kaum möglich, sagte Oppelland. „Ich kann aber nicht sehen, dass einer der potenziellen Regierungspartner dabei etwas zu gewinnen hätte.“ Dass Dreier-Bündnisse stabil sein können, zeige die erste rot-rot-grüne Koalition, die seit 16 Monaten in Thüringen regiert.

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