EU-Pläne für Lager in Libyen

In der EU sollen Pläne bestehen, einen befürchteten Zustrom von Migranten aus Nordafrika nach Italien mit drastischen Maßnahmen zu verhindern.

„Spiegel Online“ zitiert aus einem internen EU-Papier, in dem ein Handel mit einer neuen libyschen Regierung skizziert wird. In Zusammenarbeit mit der EU könnten demnach libysche Behörden „vorübergehende Auffanglager für Migranten und Flüchtlinge“ einrichten. In dem Papier heiße es weiter: „Dabei muss man auch über Inhaftierungseinrichtungen nachdenken“, schreibt das Nachrichten-Portal. Auch mit dem ehemaligen libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi habe es eine solche Regelung gegeben. Nach dem Sturz und Tod des Machthabers im Zuge des Nato-Einsatzes im Jahr 2011 war Libyen ins Chaos gestürzt. Es wird von konkurrierenden bewaffneten Milizen beherrscht, auch der „Islamische Staat“ besetzt ein Gebiet. Die neu gebildete Einheitsregierung in Tripolis ist Teil eines von der UNO im vergangenen Dezember vermittelten Abkommens. Sie versucht nach und nach, die Kontrolle über das Land, seine Institutionen und Milizen zu gewinnen.

Kommentare