Eine Prise Slomka bitte

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Die neue „Rundschau“ des BR. Die Eigenständigkeit Bayerns zu betonen, war den Pionieren des Bayerischen Fernsehens sehr wichtig.

Wo in anderen ARD-Sendern die Hamburger „Tagesschau“ über die Bildschirme flimmerte, gab es beim BR seit Jahr und Tag (nur) die „Rundschau“. Diese Zeiten sind vorbei, ab 11. April informiert die 20-Uhr-„Tagesschau“ auch die Zuschauer im Freistaat. Dass der Münchner Sender zu diesem Termin mit einer renovierten „Rundschau“ startet, hat wenig mit der zuletzt leicht ältlichen Anmutung des Formats zu tun und viel mit der neuen Konkurrenz.

Bald 40 Jahre nach seiner Einführung muss sich das Nachrichten-Flaggschiff des BR völlig neu definieren. Es gilt, den Spagat zu schaffen zwischen für Bayern aufbereiteten Themen aus Deutschland und der Welt und dem Neuesten aus den Regionen. Und dabei jeden Tag aufs Neue den Zuschauern zu vermitteln, dass die Sendung ihre Daseinsberechtigung hat. Der Kunde ist kritisch (geworden) in Zeiten der „Zwangsgebühr“.

Mit dem neuen Studio können sich die Münchner gut sehen lassen neben ARD und ZDF. Die moderne Optik ist jedoch nur die eine Seite. Jetzt liegt es an den Moderatoren, mit Souveränität zu punkten. Ihren Gesprächspartnern aus der Politik auf Augenhöhe zu begegnen, sich nicht einschüchtern oder einlullen zu lassen. Eine Prise Slomka würde gut zur neuen „Rundschau“ passen.

Rudolf Ogiermann

Sie erreichen den Autor unter

Rudolf.Ogiermann@ovb.net

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