ABSCHAFFUNG VON AUTOZÖLLEN

Eine gute Gelegenheit

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Mitte Juli vereinbarten die USA und die EU, über die Abschaffung aller Zölle auf Industriegüter zu reden – mit Ausnahme von Autos.

Die EU sei jetzt zu mehr bereit, sagt die zuständige Kommissarin. Nun ist Donald Trump am Zug. Geht er auf das Angebot ein? Man kann zumindest hoffen: Nach dem ausgehandelten Waffenstillstand mit den Europäern, hat sich Trump gerade – entgegen vorheriger Beteuerungen – mit Mexiko auf ein bilaterales Nachfolgeabkommen für die nordamerikanische Freihandelszone Nafta geeinigt. Mit Kanada wird noch verhandelt. Ungewohnte Signale eines Präsidenten, der in handelspolitischen Dingen die Abrissbirne schwingt.

Dazu kommt, dass Trump mit seinen Plänen, europäische Autos mit hohen Importzöllen zu belegen, ohnehin mehr oder weniger alleine dasteht. Auch Vertreter der US-amerikanischen Autoindustrie verurteilen die Zollpläne fast unisono. Sie würden Autos verteuern, Gewinne der Unternehmen schmälern und am Ende auch Arbeitsplätze von Amerikanern kosten. Eigentlich eine gute Gelegenheit für den „America-First“-Präsidenten, um von seinen Plänen abzurücken – und großmütig das Angebot der Europäer anzunehmen.

Manuela Dollinger

Sie erreichen die Autorin unter

Manuela.Dollinger@ovb.net

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