US-Präsident Trump wollte syrischen Machthaber töten

Trump wollte Assad töten lassen: „Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet“ - Ein Mann konnte ihn abhalten

  • Thomas Konnerth
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US-Präsident Donald Trump wollte den syrischen Machthaber Assad töten lassen. In einem Interview mit dem Sender Fox News widerlegt er damit seine eigenen Aussagen.

  • Donald Trump wollte den syrischen Machthaber Assad 2017 ausschalten.
  • In einem Interview mit dem TV-Sender Fox News erzählt er von seinen Plänen
  • Ein Mann konnte ihn damals von seinem Vorhaben abhalten.

Washington - Im Jahr 2017 stand Donald Trump kurz davor den syrischen Machthaber Baschar al-Assad auszuschalten. Nach eigenen Angaben hätte er vor drei Jahren fast einen Militärschlag angeordnet, lediglich ein Mann hat ihn davon abgehalten. Im Interview mit Fox News erzählte Trump am Dienstag: „Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit.“ Mit dieser Aussage widerspricht sich der US-Präsident selbst. Noch vor einem Jahr äußerte sich Donald Trump gegenteilig zu den kursierenden Gerüchten um ein geplantes Attentat. Damals behauptete er, ein Anschlag sei „nicht einmal besprochen worden.“

Donald Trump gibt im Interview zu: Er wollte den syrischen Machthaber Assad töten lassen

Abgehalten wurde Donald Trump* von seinem früheren Verteidigungsminister James Mattis. Im Interview ergänzt der US-Präsident zu dem Attentat: „Aber Mattis wollte es nicht tun“. Nur kurze Zeit später betitelte er Mattis als „höchst überbewerteten General“. Im Dezember 2018 gab Donald Trump den Rücktritt des Verteidigungsministers bekannt, Auslöser dafür waren laut Mattis Differenzen zur Politik des Präsidenten. Seine Entscheidung Assad töten zu wollen, bereue Trump nicht. „Ich hielt ihn sicher nicht für einen guten Menschen, aber ich hatte die Chance, ihn auszuschalten, wenn ich gewollt hätte, und Mattis war dagegen.“ Trump weiter: „Mattis war gegen das meiste von dem Zeug.“

Ex-Verteidigungsminister Mattis und US-Präsident Donald Trump (Archivbild)

Donald Trumps Aussagen unterstützen damit die Berichte von Journalist Bob Woodward aus dem Jahr 2018. Dieser behauptete, der US-Präsident habe damals über die Tötung Assads nachgedacht, als der syrische Staatschef im April 2017 Chemiewaffen gegen Zivilisten einsetzt hatte. Woodward berichtete, Trump habe gesagt, die US-Streitkräfte sollen hineingehen und Assad töten.

Unterdessen weist ein Experte eine These Trumps zu den Waldbränden in den USA zurück.

Donald Trump gesteht im Interview: „Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet“

Der US-Präsident erinnerte daran, dass nach dem James Mattis Rücktritt zwei führende Extremisten bei Angriffen des US-Militärs getötet wurden. Abu Bakr al-Bagdadi, Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ und der iranische General Qasem Soleimani wurden beide 2019 getötet. „Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet“, sagte Trump. „Das waren zwei der größten Terroristen." (tko) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Trump wollte sich zu einem wöchentlichen Gast einer TV-Talkshow des Senders Fox News machen, doch der Moderator wies ihn rüde ab.

Rubriklistenbild: © Jim Watson/imago

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