Darmkrebs-Früherkennung Leid ersparen, Leben retten

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Darmkrebs-Früherkennung. Leid ersparen, Leben retten .

ANDREA EPPNER

Darmkrebs ist in den meisten Fällen heilbar – vorausgesetzt, die Erkrankung wird früh erkannt. In Deutschland gibt es darum ein Vorsorgeprogramm, das nachweislich schon viele Leben gerettet hat. Nur: Menschen unter 50 Jahren, die trotz ihres jungen Alters ein erhöhtes Risiko haben, müssen die Früherkennung oft selbst zahlen. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der geändert werden muss.

Es stimmt natürlich: (Darm-)Krebs ist eine typische Alterserkrankung. Menschen in der zweiten Lebenshälfte sind deutlich häufiger betroffen als junge. Dies spiegelt die Vorsorge wider: Anspruch auf einen Test auf Blut im Stuhl haben alle ab 50. Ab 55 Jahren gibt es zudem die Darmspiegelung auf Kassenkosten. Aber das reicht nicht. Denn es gibt eben auch unter den Jüngeren einige, die davon profitieren dürften. Und zwar dann, wenn bereits nahe Angehörige erkrankt sind. Ist das der Fall, ist der Betroffene nämlich sehr wahrscheinlich selbst genetisch vorbelastet. Eine Regelleistung der Krankenkassen ist eine solche Vorsorge für diese Risikogruppe bislang trotzdem nicht.

Das könnte sich nun ändern. Mit „FARKOR“ startet ein Projekt, das Betroffenen eine kostenlose Vorsorge ermöglicht – vorerst testweise. Und auch nur in Bayern. Bewährt sich das Konzept, könnte aber bald jeder junge Mensch mit familiärer Vorbelastung Anspruch erhalten. Ein Schritt, der Leid ersparen und Leben retten kann.

Andrea.Eppner@ovb.net

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