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Geboren in Mühldorf und aufgewachsen in Töging

Nach Wirbel um Dissertation: CSU-Generalsekretär Huber verzichtet auf Doktortitel

CSU-Generalsekretär Huber
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CSU-Generalsekretär Martin Huber verzichtet freiwillig auf das Führen seines Doktortitels.
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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Hiobsbotschaft für die CSU: Generalsekretär Huber bekommt den Doktortitel zwar nicht aberkannt - er lässt ihn aber freiwillig ruhen. Zu kritisch ist eine Stellungnahme seiner Universität.

München/Mühldorf am Inn – CSU-Generalsekretär Martin Huber verzichtet freiwillige auf das Führen seines Doktortitels. Mit dieser Mitteilung vom Freitag (11. November) reagierte der gebürtige Mühldorfer auf die Überprüfung seiner Doktorarbeit durch die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Der zuständige Promotionsausschuss hatte laut Mitteilung der LMU letztlich zwar keine „nachgewiesene Täuschung“ gesehen, aber festgestellt, „dass die Handhabung der Formalia als wissenschaftliche Technik nicht den wissenschaftlichen Anforderungen an eine Dissertation entspreche“. Hubers Arbeit hätte demnach seinerzeit „nicht als Dissertationsleistung angenommen werden dürfen“.

Vorwürfe von Plagiatsforscher

Huber, der in Töging am Inn aufwuchs, hatte die LMU kurz nach seiner Kür zum CSU-Generalsekretär im Mai „aus Gründen der Transparenz“ selbst gebeten, seine Arbeit erneut zu überprüfen. Anlass waren Vorwürfe des Plagiatsforschers Jochen Zenthöfer, der in der „Bild am Sonntag“ von Zitaten ohne oder mit falscher Quellenangabe in der Dissertation aus dem Jahr 2007 sprach.

Der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagte Zenthöfer damals, die Maßstäbe des guten wissenschaftlichen Arbeitens seien in der Dissertation nicht eingehalten worden. Die Fehler gingen über einzelne Fehler bei der Zitierweise hinaus. Huber habe zwar die übernommene Literatur angegeben, teilte die LMU am Freitag mit.

Er habe aber die wissenschaftlichen Gepflogenheiten im Umgang mit Forschungsliteratur nicht eingehalten, nach denen wörtliche und inhaltliche Übernahmen zu unterscheiden seien. „Dass Fach und Leserschaft über das Verhältnis von Eigenleistung und Leistung anderer Autoren im Unklaren gelassen würden, lege den Verdacht der Täuschung nahe“, hieß es weiter.

Täuschungsabsicht nicht zweifelsfrei nachgewiesen

Eine Täuschungsabsicht habe aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden können, da Huber „seine Vorlagen durchwegs angegeben und der Betreuer der Arbeit diese Arbeitsweise als akzeptabel bewertet“ habe. Die Voraussetzungen für einen etwaigen Entzug des Doktorgrades sind laut LMU nicht gegeben.

Huber sagte daraufhin am Freitag: „Ich habe meine Doktorarbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Die Beurteilung der Universität ist für mich überraschend und enttäuschend, gleichwohl akzeptiere und respektiere ich diese. Als persönliche Konsequenz werde ich den Doktortitel nicht mehr führen.“ Huber fügte hinzu: „Es ist gut, dass die Prüfung nun abgeschlossen ist, meine volle Konzentration gilt weiter meiner Arbeit als CSU-Generalsekretär.“

aic mit Material der dpa

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