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Ausschreitungen an mehreren Orten

Corona-Proteste: Zehntausende in Deutschland unterwegs - Eklat vor ZDF-Studio in Berlin

Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen laufen durch Greifswald.
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Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen laufen durch Greifswald.

Zehntausende haben am Montag gegen Corona-Maßnahmen protestiert. Meist blieb es friedlich - allerdings gab es auch eine Bissattacke, Flaschenwürfe und „verbale Attacken“.

Berlin - Mehr als 35.000 Menschen sind am Montag (3. Januar) in deutschen Städten gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen - oft bei nicht genehmigten „Spaziergängen“. In einigen Orten gab es auch Versammlungen von Befürwortern der Maßnahmen und der Impfung. In Sachsen und Sachsen-Anhalt kam es zu Ausschreitungen.

In Lichtenstein bei Zwickau wurden nach Polizeiangaben Einsatzkräfte attackiert, 14 von ihnen seien verletzt worden. „Eine Person versuchte, einem Beamten die Dienstwaffe zu entreißen und ein Polizist erlitt eine Bissverletzung durch einen Teilnehmer der Versammlung“, teilte die Polizeidirektion weiter mit. Die Polizeiinspektion in Magdeburg sprach von durchbrochenen Polizeiketten, Flaschenwürfen auf Beamte und eingesetzter Pyrotechnik. Nach ersten Erkenntnissen seien aber keine Beamten verletzt worden.

Die Polizei im hessischen Fulda löste eine Versammlung auf. Dabei habe ein Teilnehmer die Einsatzkräfte angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt, die Person sei festgenommen worden. Die Versammlung wurde laut Polizei aufgelöst, da keine Masken getragen und keine Abstände eingehalten wurden.

Corona-Proteste in Deutschland: ZDF-Studio in Berlin betroffen - Menge skandiert „Lügenpresse“

Ebenfalls am Montagabend hat ein Aufzug mit mehreren hundert Gegnern der Corona*-Politik vor dem ZDF-Hauptstadtstudio eine Zwischenkundgebung gehalten und Parolen wie „Lügenpresse“ gerufen. Ein Tagesspiegel-Reporter veröffentlichte ein Video auf Twitter, in dem die Slogans der Demonstranten zu hören waren. Zu gewaltsamen Zwischenfällen kam es nach Polizeiangaben nicht.

Gegen 20.30 Uhr endete der angemeldete Aufzug am Berliner Alexanderplatz, wo er auch begonnen hatte. Der Deutsche Journalisten-Verband sprach auf Twitter von einer „kleinen radikalen Minderheit der Impfgegner, Querdenker, Corona-Leugner, Medienhasser und Demokratiefeinde“, die sich vor dem ZDF-Hauptstadtstudio versammelt habe. Die Solidarität des Verbandes gelte den Kolleginnen und Kollegen vor Ort und im Gebäude.

Corona-„Spaziergänge“: Mehrere Tausend auch in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs, keine Zwischenfälle

Allein in Thüringen gingen nach Polizeiangaben 17.000 Menschen auf die Straße. Dort wurden teils Rangeleien, „aggressives Auftreten“ einiger Demonstranten und „verbale Attacken“ zwischen zwei Gruppen registriert. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 12.000 Menschen in mehr als 20 Städten an angemeldeten „Lichterspaziergängen“, Kundgebungen sowie nicht angemeldeten Schweigemärschen. Das waren etwa 3000 weniger als vor einer Woche. Vereinzelt kam es zu Gegenkundgebungen - nennenswerte Zwischenfälle gab es laut Polizei zunächst nicht.

Rund 16.000 Menschen beteiligten sich laut Polizei in Thüringen an unangemeldeten Protesten gegen Corona-Schutzmaßnahmen. Abgesehen von kleinen Rangeleien seien die Demonstrationen bislang friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher am späten Montagabend. Auch in Bayern und Baden-Württemberg kam es zu Versammlungen.

In Nürnberg demonstrierten rund 4200 Menschen gegen die Corona-Politik - deutlich mehr als erwartet. Zwischenfälle gab es nicht. In Friedrichshafen hätten sich am Montagabend rund 2000 Teilnehmer zu einem sogenannten Spaziergang versammelt, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Teilnehmer hätten spontan in sozialen Netzwerken verabredet, mit dieser Aktion von Ravensburg nach Friedrichshafen auszuweichen. (dpa/fn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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