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Corona-Pandemie

„Bei der Infektionsdynamik ist die Impfung leider egal“ – Virologin Brinkmann über Omikron-Welle

Virologin Melanie Brinkmann betrachtet in einer ZDF-Sendung die vielen Ungeimpften als Problem. (Archivbild)
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Virologin Melanie Brinkmann betrachtet in einer ZDF-Sendung die vielen Ungeimpften als Problem. (Archivbild)
  • Karolin Schäfer
    VonKarolin Schäfer
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Virologin Melanie Brinkmann blickt sorgenvoll auf die derzeitige Corona-Lage in Deutschland. Problematisch findet sie vor allem die vielen Ungeimpften.

Kassel – Die Pandemie-Lage in Deutschland bleibt dynamisch: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag (14.01.2022) mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen*. Die bundesweite Inzidenz stieg sprunghaft auf 470,6. Inzwischen dominiert die Omikron-Variante* das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik. Dem RKI zufolge ist die Mutante für 73,3 Prozent aller Ansteckungen verantwortlich.

Hoffnung liegt nun unter anderem auf dem Voranschreiten der Booster-Impfungen. Aus den Daten des RKI geht hervor, dass mittlerweile 38,2 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. „Die Boosterung hilft noch mal sehr“, betonte Melanie Brinkmann, stellvertretende Virologin des Expertinnen- und Expertenrates der Bundesregierung vom Helmholtz-Zentrum, am Donnerstagabend (13.01.2022) in der ZDF-Sendung Maybrit Illner.

Corona-Lage in Deutschland: Immer noch viele Ungeimpfte

Doch dieser Hoffnung verpasste sie einen Dämpfer: „Bei der Infektionsdynamik ist die Impfung leider egal“, ergänzte Brinkmann. Obwohl alle drei Corona-Impfungen das Risiko, einen schweren Covid-Verlauf zu erleiden, stark reduzieren, wirken die Impfstoffe bei Omikron nicht so gut wie bei der Delta-Variante. Problematisch seien der Virologin zufolge auch weiterhin die vielen Ungeimpften hierzulande.

Zwar ist die Zahl der deutschen Corona-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen trotz steigender Fallzahlen derzeit rückläufig. „Das korreliert aber sehr stark mit der Impfquote“, so Brinkmann. Länder mit höheren Impfquoten wie Spanien mit 80,5 Prozent hätten im Vergleich zu Deutschland eine deutlich niedrigere Hospitalisierungsrate. Erneut wies die Virologin darauf hin, dass Covid-19 keine Grippe sei, sondern eine „wirklich schwere Krankheit“. Auch, wenn die Omikron-Variante einen vermeintlich milderen Verlauf verursache. „Die Natur ist grausam“, mahnte sie.

Corona in Deutschland: Bald mehr als 200.000 Neuinfektionen pro Tag?

Wissenschaftsjournalist und Physiker Ranga Yogeshwar, der ebenfalls Gast in der ZDF-Sendung war, deutete eine düstere Prognose an. In drei bis vier Wochen würden aufgrund der Omikron-Welle Rekordwerte von mehr als 200.000 Neuinfektionen pro Tag auf Deutschland zukommen.

Inzwischen weisen mehrere Städte und Kreise in Deutschland Corona-Inzidenzen von über 1000 auf. Ein Corona-Hotspot ist unter anderem Bremen. (kas) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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