Mehr als 52.000

Caritas: Mehr Jugendliche ohne Schulabschluss

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Nach Zahlen der Caritas haben 2017 mehr als 52.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss beendet. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa) - Mehr als 52.000 Jugendliche haben nach Zahlen der Caritas im Jahr 2017 die Schule ohne Abschluss beendet. Das waren 5000 mehr als bei der letzten Auswertung durch die katholische Hilfsorganisation für das Jahr 2015.

Die Quote der Schulabgänger, die nicht mindestens einen Hauptschulabschluss hatten, sei damit 2017 bundesweit um einen Prozentpunkt auf 6,9 Prozent gestiegen.

"Die weiter hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss ihre Schullaufbahn beenden, macht uns große Sorgen", sagte Eva Maria Welskop-Deffaa vom Vorstand des Deutschen Caritasverbandes laut einer Mitteilung. Viele der Betroffenen sehe man in den nächsten Jahren wieder "beispielsweise in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schwangerenberatung, oder aber in der Schuldnerberatung".

Ein Grund für den Anstieg der Zahlen sei die Zuwanderung. Für viele zugewanderte Jugendliche sei es schwer, gleichzeitig die Sprache zu lernen und einen Schulabschluss zu erzielen. Auch sei die schulische Vorbildung der Jugendlichen sehr unterschiedlich. "Hinzu kommt, dass insbesondere geflüchtete Kinder und Jugendliche meist nicht sofort einen Zugang zum deutschen Bildungssystem bekommen."

In ihrer "Bildungschancen-Studie" richtet die Caritas nach eigenen Angaben den Blick auf junge Menschen, die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Dafür werden die Daten der Abgänger ohne Schulabschluss bis auf die Kreisebene hinunter erfasst. Ausgewertet werden Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Caritas-Studie mit interaktiver Karte

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