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Bayerisches Ergebnis mit Spannung erwartet

Bundestagswahl läuft: 9,4 Millionen Wahlberechtigte in Bayern - wie schneidet die CSU ab?

Bundestagswahl – Wahllokal
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Ein Wahlhelferin hält vor einem Wahllokal Zettel mit der Aufschrift „Zum Wahllokal“ in der Hand.

Bei der Bundestagswahl richten sich die Blicke vor allem auf Berlin und das bundesweite Wahlergebnis. Mit Spannung wird aber auch das Bayern-Ergebnis erwartet. Zwei Parteien stehen besonders im Fokus.

Die Bundestagswahl läuft: Seit 8.00 Uhr haben auch in Bayern die Wahllokale geöffnet - bis heute Abend um Punkt 18.00 Uhr. Im Freistaat sind rund 9,4 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl des neuen Deutschen Bundestages aufgerufen. Viele von ihnen haben ihre Stimme auch schon vorab per Briefwahl abgegeben - vielerorts im Freistaat zeichnete sich ein Briefwahl-Rekord ab.

Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages. Mit der Erststimme wird in jedem der 46 Wahlkreise im Freistaat ein Direktkandidat beziehungsweise eine Direktkandidatin gewählt.

Insgesamt treten in Bayern laut Landeswahlleiter 967 Kandidatinnen und Kandidaten auf 26 Landeslisten und als Wahlkreiskandidaten an.

Bundestagswahl: Wie schneidet die CSU ab?

Abgesehen vom bundesweiten Wahlergebnis wird in Bayern mit Spannung erwartet, wie die CSU am Ende abschneidet. Umfragen hatten die Christsozialen zuletzt unter der 30-Prozent-Marke gesehen. Damit droht der CSU unter Parteichef Markus Söder ein Negativ-Rekord: Der bisherige Tiefststand lag bei 29,2 Prozent bei der Wahl 1949.

Schaffen die Freien Wähler den Einzug?

Zudem richtet sich der Blick auf die Freien Wähler mit ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger, die auf den erstmaligen Einzug in den Bundestag hoffen. Umfragen hatten sie aber in den vergangenen Wochen stets unter der Fünf-Prozent-Hürde gesehen. Mit einem satten Plus können bundesweit und auch in Bayern vor allem die Grünen rechnen.

Die CSU muss erstmals seit Jahren den Verlust von Direktmandaten fürchten: Insbesondere in München und Nürnberg machen sich SPD und Grüne Hoffnungen, der CSU einen oder mehrere Wahlkreise abzujagen. 2005 hatte die CSU letztmals nicht alle Direktmandate in Bayern holen können - damals war der Wahlkreis München-Nord an die SPD gegangen.

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren war die CSU im Vergleich zur Wahl zuvor bereits um mehr als 10 Prozentpunkte auf 38,8 Prozent abgestürzt. Die SPD kam 2017 auf 15,3 Prozent. Die Grünen holten 9,8 Prozent, die FDP erreichte 10,2 Prozent, die AfD 12,4 Prozent, die Linke 6,1 Prozent, und die Freien Wähler kamen auf 2,7 Prozent.

dpa

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