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20. Bundestag

Bundestagswahl 2021: Neue Gender-Vielfalt – Zwei Transfrauen schaffen Sprung nach Berlin

Die 27-Jährige Nyke Slawik ist eine von zwei Transgender-Frauen, die künftig im Bundestag für mehr Gerechtigkeit kämpfen wird.
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Die 27-Jährige Nyke Slawik ist eine von zwei Transgender-Frauen, die künftig im Bundestag für mehr Gerechtigkeit kämpfen wird.
  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Erstmals in der Geschichte des Deutschen Bundestags ziehen zwei Transfrauen ins Parlament ein – beide für die Grünen.

Frankfurt/Berlin – Mit ihrer Wahl in den 20. Deutschen Bundestag haben gleich zwei Grünen*-Politikerinnen Geschichte geschrieben. Die 27-jährige Nyke Slawik aus Leverkusen und ihre 44 Jahre alte Kollegin Tessa Ganserer aus Nürnberg* schafften beide über die Landesliste den Sprung ins Parlament und zogen damit als erste offen lebende Transfrauen in den Bundestag ein. Nun wollen beide Ihre Stimme nutzen, um das Leben für queere Menschen in Deutschland zu verbessern.

„Ich hoffe, dass wir heute ein neues Kapitel der Selbstbestimmung in der Politik aufschlagen und die jahrelange Bevormundung queerer Menschen beenden können“, twitterte die Leverkusenerin Slawik noch am Abend der Bundestagswahl 2021* Sie wolle sich als Bundestagsabgeordnete „für eine vielfältige, soziale Gesellschaft und eine mutigere Klimapolitik“ einsetzen, schreibt die 27-Jährige auf ihrer Website.

Bundestagswahl 2021: Nyke Slawik und Tessa Ganserer – Zwei Transfrauen im 20. Bundestag

Slawik war nach eigener Aussage über die Anti-Atombewegung infolge der Reaktorkatastrophe in Fukushima zur Politik und den Grünen gekommen und arbeitete vor ihrer Bundestagskandidatur als wissenschaftliche Mitarbeiterin für zwei Grünen-Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Sie kandidierte im Wahlkreis Leverkusen - Köln IV, den der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit großem Vorsprung gewann*. Slawik kam bei den Erststimmen mit 11,3 Prozent auf den dritten Platz.

Einen ähnlichen Weg in die Politik nahm auch die 44-jährige Tessa Ganserer, die seit 1998 bei den Grünen aktiv ist und 2013 erstmals in den bayerischen Landtag gewählt wurde, nachdem sie vorher jahrelang im Team eines bayerischen Landtagsmitglieds arbeitete. Im November 2018 outete sich Ganserer öffentlich als transsexuell. Im Wahlkreis Nürnberg-Nord kam die Grünen-Kandidatin mit 22,6 Prozent der Erststimmen auf Platz 2. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Ganserer zu ihrer Wahl, sie habe ein „super Ergebnis“ eingefahren, das sei ein Zeichen für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Historischer Moment bei Bundestagswahl 2021: Erste transidente Abgeordnete im Bundestag

Im Bundestag gab es bisher nur eine Transperson, die sich aber erst nach ihrer Amtszeit outete. „Die Bundestagswahlen 2021 sind in dieser Hinsicht ein historischer Moment“, hatte Gabriel_Nox Koenig vom Bundesverband Trans* e.V. im Vorfeld der Wahl erklärt. Denn mit Ganserer und Slawik sowie zwei weiteren Politikerinnen, die es nicht ins Parlament schafften, waren laut Verband zum ersten Mal offen lebende Transmenschen auf den Wahllisten vertreten. (Sandra Kathe mit dpa)

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