Der Blutverdünner

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Der Wirkstoff Heparin sorgt dafür, dass das Blut langsamer gerinnt.

Ärzte setzen ihn ein, um Thrombosen zu verhindern: Weil das Blut dünner wird, kann es in den Blutgefäßen nicht so leicht verklumpen. Erforderlich ist das etwa bei Patienten, die durch einen Knochenbruch ihr Bein längere Zeit nicht bewegen können oder bei bettlägerigen Senioren. Auch bei Herz-Krankheiten wird Heparin genutzt, damit das Blut leichter fließt. Da Heparin die Gerinnung des Blutes verlangsamt, hören aber auch Wunden nicht so schnell auf zu bluten. Bei einer Überdosis kann die Blutgerinnung völlig aussetzen. Blutungen an einer großen Wunde, wie sie bei Operationen oder einem Kaiserschnitt entstehen, sind dann kaum zu stoppen. Bei Schwangeren, die den Verdünner manchmal ebenfalls zur Thrombose-Vorsorge bekommen, verhindert die Plazentaschranke, dass das Baby über den Blutkreislauf Heparin abbekommt. Im Fall der Opfer von Regina K. hätten die Säuglinge aber durch den Blutungsschock der Mutter sterben können. dpa/caz

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