AMTSZEIT DES BUNDESKANZLERS

Bitte, bitte begrenzen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Vor genau 4634 Tagen hat der Bundestag Angela Merkel mehrheitlich zur Bundeskanzlerin gewählt.

Der US-Präsident hieß damals George W. Bush, Bundestrainer war Jürgen Klinsmann, als SPD-Vorsitzender fungierte ein Mann namens Matthias Platzeck. Merkels Wahl ist also ziemlich lange her. Zu lange.

Wenn FDP-Chef Christian Lindner nun mal wieder eine Begrenzung der Kanzler-Amtszeit auf acht oder zehn Jahre ins Spiel bringt, liegt er richtig. Denn Demokratie lebt nicht zuletzt von zeitlichem Druck auf den Entscheidungsträgern und von neuen Gesichtern. Eine Begrenzung der Amtszeit würde zudem auch die jeweilige Kanzlerpartei zwingen, rechtzeitig einen Personalwechsel einzuleiten. (Was sowohl CDU als auch SPD seit Jahrzehnten verlässlich verschlafen).

Wahlkämpfe mit Merkels „Sie kennen mich“-Gegähne im Jahr 2013 wären dann zwar nicht ausgeschlossen. Aber eine Begrenzung auf zwei Kanzler-Amtszeiten (gerne auch à fünf Jahre) wäre ein guter Schritt in Richtung einer frischeren politischen Landschaft. Leider spricht bisher wenig für eine überparteiliche Einigung – genau wie bei der überfälligen Reform des Wahlrechts.

Maximilian Heim

Sie erreichen den Autor unter

politik@ovb.net

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare