S-BAHN WILL BESSER INFORMIEREN

Bescheidener Anfang

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Bahnpannen und kein Ende. Immerhin scheinen die Verantwortlichkeiten der Bahn erkannt zu haben, dass sie angesichts der jüngsten Störungsserie mit Ausreden nicht weiterkommen.

Verspätungen und Zugausfälle wird es leider immer wieder geben, offensichtliche Nicht-Information und Plattitüden vom Band aber müssen definitiv nicht sein. Die neue Handy-App, auf die die S-Bahn nun verweist (und die hoffentlich auch im Störfall verlässlich funktioniert), kann nur ein bescheidener Anfang sein. Ebenso wichtig sind präzise Zuganzeiger an den Bahnhöfen und verlässliche Durchsagen.

Dass nun auch der Freistaat die S-Bahn offiziell rüffelt, war zu erwarten. Doch die Sanktionsmöglichkeiten sind gering. Der Steuerzahler gibt zwar viel Geld für die S-Bahn aus – nicht nur für Fahrkarten, sondern auch für Zuschüsse („Entgelte“) des Freistaats in dreistelliger Millionenhöhe jährlich. Doch in den Verträgen ist beispielsweise eine Entschädigung der Fahrgäste bei Schlechtleistung nicht vorgesehen. Der Freistaat ist dem Monopolisten Deutsche Bahn gewissermaßen ausgeliefert. Schlecht verhandelt – könnte man da sagen. Doch die Privatisierung und Zerstückelung des riesigen S-Bahnnetzes wäre die noch schlechtere Alternative.

Dirk Walter

Sie erreichen den Autor unter

Dirk.Walter@ovb.net

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