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Einschätzung aus den USA

Ukraine könnten bald „HIMARS“-Raketenwerfer ausgehen

  • VonJan Oeftger
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Der Ukraine könnten schon bald die HIMARS-Raketenwerfer ausgehen, mit denen sie sich im Ukraine-Krieg verteidigen. Dies prognostiziert ein Experte aus den USA.

Washington, D.C. – Der frühere Oberst der US-amerikanischen Marine, Mark Cancian, geht davon aus, dass die USA nur noch drei bis vier Wochen sogenannte HIMARS (High Mobility Artillery Rocket Systems) an die Ukraine liefern kann. Diese werden genutzt, um sich im Ukraine-Krieg gegen Russland zu verteidigen. Cancian ist in leitender Funktion als Berater für das US-Außenministerium zuständig. „Wir werden an den Punkt kommen, an dem die USA die Anzahl der bereitgestellten Raketen reduzieren müssen, weil die Vorräte knapp werden“, kündigte er an.

Dabei könne es zu Diskussionen kommen, wie viele dieser Raketen man selbst behalten möchte. „Das Militär wird wahrscheinlich mehr behalten wollen, die zivilen Beamten werden wahrscheinlich mehr freilassen wollen und sie werden sich irgendwie darauf einigen, was ein akzeptables Risikoniveau ist“, erwartet Cancian einen vernünftigen Mittelweg. Dies sagte er US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek.

Ukraine-News: USA kann laut Experten ein Drittel des Militär-Bestands an Ukraine abgeben

Cancian, der früher selbst im Strategie- und Budget-Management des Verteidigungsministeriums arbeitete und als Soldat im Irak im Einsatz war, weist auf die begrenzte Anzahl an Raketen hin. Insgesamt seien seit dem Produktionsstart 2004 50.000 Lenkraketen in den USA gebaut worden. Davon werde man dieses Geschäftsjahr 5.800 kaufen.

Die US-Armee testet einen „HIMARS“-Raketenwerfer in Kuwait. Das Modell wurde unter anderem an die Ukraine geliefert. (Symbolfoto)

Die USA hatten zuletzt weitere militärische Unterstützung für die Ukraine zugesagt. Cancian schätzt, dass man der Ukraine dann etwa ein Drittel des militärischen Bestandes gegeben habe. Darunter seien auch 25.000 bis 28.000 HIMARS-Raketen gewesen. Genaue Zahlen dazu veröffentliche das Außenministerium jedoch nicht. Sollte die USA ein Drittel abgeben, reichten die militärischen Geräte Cancians Einschätzung nach weiterhin für den eigenen Bedarf der USA.

Ukraine-News: Produktion der HIMARS-Trägerrakete würde länger dauern

Der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin wollte Newsweek gegenüber keine Angabe bezüglich der Waffenproduktion machen und verwies an das Verteidigungsministerium. Wie schnell die Produktion vorangehe, sagte aber auch das Ministerium nicht. Cancian meint, dass die Produktion zwar erhöht worden sei, die HIMARS-Trägerrakete zu bauen, würde jedoch länger dauern. Sie sei derzeit nicht in Produktion.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der republikanische Senator von Florida, Marco Rubio bekräftigte Anfang Mai, wie wichtig ein 40 Milliarden Programm für wirtschaftliche und humanitäre Hilfe für die Ukraine sei. „Es wird nicht nur direkte Sicherheitshilfe für die Ukraine leisten, sondern auch erschöpfte US-Militärwaffenbestände auffüllen und amerikanische Truppen unterstützen, die Anfang des Jahres in Nato-Ländern stationiert sind.“ Jedoch solle Präsident Joe Biden deshalb nicht glauben, dass auch der nächste Antrag vom Kongress automatisch genehmigt werde. Die finanziellen Möglichkeiten der USA seien endlich. (jo)

Rubriklistenbild: © Sgt. James Lefty Larimer / US Army / Imago Images

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