Armutskonferenz: Das sind „soziale Unwörter“

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Die Nationale Armutskonferenz, ein Zusammenschluss aus Wohlfahrtsverbänden und dem DGB, hat vor einiger Zeit Wörter gesammelt, die man nach eigenem Verständnis nicht benutzen soll. alleinerziehend: Sagt nichts über mangelnde soziale Einbettung oder gar Erziehungsqualität aus.

Die Armutskonferenz hat diese Wörter „soziale Unwörter“ genannt. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er sich daran hält – aber hier eine Auswahl und die Argumente der Armutskonferenz.

arbeitslos: Es sollte „erwerbslos“ heißen, weil es viele Arbeitsformen gibt, die kein Einkommen sichern.

Flüchtlingsfrauen: Überflüssig, weil das Wort „Flüchtling“ beide Geschlechter umfasst. Ansonsten: ähnlich diskriminierend wie „Arztgattin“.

der/die ist Hartz IV: Wird häufig damit assoziiert, Empfänger von Sozialleistungen seien arbeitsscheu und generell unfähig.

Missbrauch: Im Zusammenhang mit dem Sozialstaat eine ungute Vokabel, weil damit ein sexueller Straftatbestand assoziiert wird.

mit Migrationshintergrund: Häufig wird damit „einkommensschwach“, „schlecht ausgebildet“ und „kriminell“ in Zusammenhang gebracht.

sozial schwach: Wer kein/wenig Geld hat, ist ökonomisch schwach, aber nicht sozial schwach.

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