Wirtschaftskrise im südamerikanischen Land

Argentinien: Zentralbankchef tritt überraschend zurück

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Der argentinische Zentralbankchef Luis Caputo.

Mitten in der schweren Wirtschafts- und Währungskrise in Argentinien ist überraschend der Chef der Zentralbank zurückgetreten.

Buenos Aires - Mitten in der schweren Wirtschafts- und Währungskrise in Argentinien ist überraschend der Chef der Zentralbank zurückgetreten. Der Ökonom Luis Caputo gebe den Posten aus "persönlichen Gründen" ab, teilte die Notenbank am Dienstag mit. Er hatte die Aufgabe erst im Juni übernommen.

Rücktritt fällt in Verhandlungen mit dem IWF

Caputo ist ein Vertrauter des konservativen Präsidenten Mauricio Macri. Sein Rücktritt fällt mitten in die Zeit von Verhandlungen des Landes mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Ausweg aus der Krise.

Noch für Dienstag ist in Argentinien ein Generalstreik geplant, der das gesamte Land lahmlegen soll. Macri hatte mit dem IWF Hilfskredite ausgehandelt, Argentinien verpflichtete sich im Gegenzug zu weiteren harten Einsparungen, gegen die sich in der Bevölkerung viel Unmut regt.

Peso verliert stark an Wert

Der argentinische Peso hat seit Beginn des Jahres 50 Prozent an Wert zum Dollar eingebüßt. Grund ist vor allem die beunruhigende Entwicklung der Inflation, bis zum Jahresende könnte sie 30 Prozent betragen. Das Land steht außerdem am Rande einer Rezession und hat ein hohes Haushaltsdefizit.

AFP

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